vergrößernverkleinern
Julius Jenkins wechselte 2006 aus Belgien von Euphony Bree zu ALBA © imago

Freud und Leid: Durch den Sieg gegen Badalona bleibt ALBA weiter im Rennen, die Verletzung von Julius Jenkins wiegt aber schwer.

Berlin - Als endlich die Schlusssirene ertönte, lagen sich die erschöpften Spieler von ALBA Berlin überglücklich in den Armen und feierten ausgelassen den wichtigsten Saisonsieg.

Der deutsche Meister wahrte in der Euroleague durch den hart erkämpften 74:72-Erfolg gegen den spanischen ULEB-Cup-Gewinner Joventut Badalona mit dem Ex-Berliner Jan Jagla seine Chance auf die Top-16-Runde.

Zugleich bewiesen die Hauptstäder, dass sie in der europäischen Königsklasse mit entsprechender Leidenschaft gut mithalten können.

"Ein großartiger Sieg"

"Das war ein großartiger Sieg in einem Schlüsselspiel. Wenn wir verloren hätten, wäre es sehr schwierig geworden", sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic.

"Der Druck war sehr groß, aber die Spieler haben den Druck gut umgesetzt. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung nächste Runde", erklärte der Serbe.

Zwei schwere Gastspiele

Nach vier Spieltagen liegen die Berliner in der Gruppe C mit zwei Heimsiegen und zwei Auswärtsniederlagen auf dem wichtigen vierten Rang, der zur Teilnahme an der nächsten Runde berechtigt (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Allerdings folgen für die Albatrosse nun zwei schwere Auswärtsspiele beim slowenischen Titelträger Olimpija Ljubljana (27. November) und dem italienischen Vizemeister Lottomatica Rom (4. Dezember).

Wiedergutmachung nach Klatsche

Geschäftsführer Marco Baldi lobte besonders die Moral der Spieler, die eine Woche zuvor beim spanischen Champion Tau Vitoria noch die höchste Europapokal-Niederlage (65:106) der Vereinsgeschichte kassiert hatten:

"Sie haben nicht auf dem höchsten Niveau gespielt, aber auf höchstem Niveau gekämpft."

ALBA beweist Moral

Vor 10.164 Zuschauern, darunter Bundestrainer Dirk Bauermann, war die Nervosität der Berliner an vielen leichten Ballverlusten deutlich abzulesen.

"Die Mannschaft war angespannt und wollte es besser machen als in Vitoria", erklärte Baldi.

Die Hausherren lagen auch deshalb im letzten Viertel bereits 58:63 zurück.

Doch dann bewies der Bundesliga-Spitzenreiter große Moral und konnte mit einer 10:1-Serie die hart umkämpfte Partie zwei Minuten vor der Schlusssirene noch drehen. Bester Berliner Werfer war der US-Amerikaner Ansu Sesay mit 15 Punkten.

Pause für Jenkins

Einziger Wermutstropfen war die erneute Verletzung von Julius Jenkins.

Der erst von einer Handverletzung genesene Bundesliga-MVP konnte nach einem Zusammenprall mit dem Gegner wegen einer Knöchelverletzung im zweiten Spielabschnitt nicht weiterspielen.

Am Freitag wurde beim US-Guard ein Teilanriss des Außenbandes des linken Sprunggelenks diagnostiziert.

Jenkins wird seinem Team voraussichtlich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Elf Jagla-Punkte reichen nicht

Auf Seiten des spanischen Pokalsiegers hatte sich der deutsche Nationalspieler Jan Jagla die Rückkehr in seine Heimatstadt unterdessen anders vorgestellt:

"Die neue Arena ist großartig und es macht Spaß hier zu spielen, nur leider haben wir nicht unseren besten Basketball gezeigt. Ich bin sehr enttäuscht von unserer Leistung", sagte der 27-Jährige, der insgesamt auf elf Zähler kam.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel