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Rashad Wallace sammelt für ALBA in Rom sieben Punkte © getty

Nach der unnötigen Pleite in Rom glauben die Berliner kaum noch ans Weiterkommen in der Europaliga. Der Trainer malt schwarz.

Von Michael Spandern

München - Nach der vierten Niederlage im vierten Auswärtsspiel sieht ALBA Berlin seine Chancen aufs Erreichen der Achtelfinals in der Europaliga schwinden.

"Jetzt wird es ganz schwer für uns, unter die letzten 16 zu kommen", sagte Trainer Luka Pavicevic nach dem 64:70 (32:35) beim Spitzenreiter der Gruppe C Lottomatica Rom. (Nächste Pleite für ALBA)

Und die verbleibende Auswärtspartie am 9. Spieltag bei Joventut Badalona hat der Serbe offenbar schon abgeschireben: "Es war für uns die letzte Chance, in der Fremde zu gewinnen."

Erstes Tief der Saison

Zwar kann der Deutsche Meister durchaus auch den zum Weiterkommen nötige vierten Platz in der Sechsergruppe erklimmen, wenn er die ausstehenden drei Heimspiele gewinnt.

Doch das scheint vor allem gegen Tau Ceramica Vitoria, das im Hinspiel mit 41 Punkten Differenz gewann, eine unlösbare Aufgabe zu sein.

Zumal die Albatrosse mit der nun dritten Niederlage in Folge - auch das Bundesligaspiel in Bamberg ging verloren - in ihr erstes Tief der Saison schlittern. Das verletzungsbedingte Fehlen des amtierenden BBL-MVP Julius Jenkins macht sich zunehmend bemerkbar.

Viele Fehler von Lottomatica

Dabei war die Gelegenheit, einen Befreiungsschlag zu landen, in der "ewigen Stadt" günstig. Die Römern mussten auf ihre slowenischen Nationalspieler Primoz Brezec und Spielmacher Sani Becirovic verzichten und waren sichtlich auf Fehlervermeidung bedacht.

Die aber misslang: Die Italiener, die im Hinspiel ihre einzige Europaliga-Niederlage kassiert hatten, leisteten sich 18 Turnovers.

Die Berliner lagen nach einem 11:2-Zwischenspurt im zweiten Viertel sogar vorn, doch kurz vor der Halbzeit foulte Rashad Wright Jacopo Giachetti beim Dreierversuch, und der nutze alle drei Freiwürfe zum Halbzeitstand.

Wieder ein "T" für Pavicevic

Luka Pavicevic, in Bamberg mit zwei Technischen Fouls der Halle verwiesen, fing sich erneut ein "T", sodass nach dem Seitenwechsel Freiwürfe für Lottomatica folgten.

Kurz danach hatte Casey Jacobsen die Chance, per Bonus-Freiwurf zum 43:43 auszugleichen, scheiterte jedoch. Stattdessen schaffte Rom mit einem 11:1 Punkten die Vorentscheidung.

"Wie schade, wir waren nah am Sieg, doch am Ende hat Rom gewonnen", ärgerte sich ALBA-Forward Ansu Sesay, der neben seinen zehn Rebounds wie Casey Jacobsen, Immanuel McElroy und Aleksandar Nadjfeji elf Punkte für die Gäste verbuchte. "Nun haben wir nur noch geringe Aussichten aufs Weiterkommen."

Bei den Römern, die nach dem fünften Sieg in Folge fürs Achtelfinale planen können (Alle Ergebnisse der Euroleague), ragten Ibrahim Jaaber (16 Punkte) und Andre Hutson (15 Punkte, acht Rebounds) heraus.

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