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Rashad Wright (M.) konnte die Niederlage trotz 17 Punkten nicht verhindern © imago

ALBA Berlin zeigt sich trotz der bitteren Niederlage gegen Tau Vitoria selbstbewusst und blickt bereits Richtung Badalona.

Berlin - ALBA Berlin kämpfte bis zum Umfallen, doch am Ende stand der Deutsche Meister erstmals in seiner neuen Arena mit leeren Händen da.

Von Niedergeschlagenheit war bei den Berliner Verantwortlichen nach der knappen 68:73-Niederlage gegen den spanischen Champion Tau Vitoria und dem drohenden Aus in der Euroleague aber kaum etwas zu spüren.

"Nach einer Niederlage darf man nie zufrieden sein, aber ich war damit zufrieden, wie das Team gekämpft hat", sagte Sportdirektor Henning Harnisch.

"Das war ein couragierter Auftritt", lobte er das Team nach der kämpferisch guten Leistung gegen eines der besten Teams Europas.

ALBA beweist Herz

Auch Geschäftsführer Marco Baldi stieß ins gleiche Horn: "Wir haben viel Herz gezeigt. Von der Tabellenkonstellation her war das Spiel relativ unwichtig. Denn erst in Badalona entscheidet sich, wer weiterkommt."

Bei Joventut Badalona, dem Klub des Ex-Berliners Jan Jagla, am 7. Januar sowie gegen den slowenischen Meister Olimpija Ljubljana (15. Januar) müssen die Albatrosse nun unbedingt gewinnen, wenn die anvisierte Top-16-Runde noch erreicht werden soll.

Nach acht Spielen ist ALBA mit nur drei Siegen auf dem Konto in der Gruppe C der europäischen Königsklasse lediglich Fünfter, und nur die besten Vier erreichen die nächste Runde.

"Fangen nicht an zu rechnen"

"Wir werden auch weiterhin nicht vor den Spielen anfangen zu rechnen, sondern wir müssen jetzt gucken, ob wir nicht eine kleine Auswärtsserie starten können", erklärte Harnisch. Allerdings spricht die Statistik gegen die Berliner. Schließlich hat ALBA seit Oktober 2002 alle 15 Auswärtsspiele in Folge in der Euroleague verloren.

Dagegen stimmte die Leistung des achtmaligen Deutschen Meisters vor 9179 Zuschauern zuversichtlich. Besonders Spielmacher Rashad Wright stemmte sich gegen die Niederlage und war am Ende mit 17 Punkten bester Berliner Werfer.

Dabei spielte der US-Guard wegen einer Augenentzündung kurioserweise sogar ohne Kontaktlinsen, weil eine bestellte Spezialbrille nicht rechtzeitig eingetroffen war. Aber auch Wright konnte die 66:65-Führung zwei Minuten vor Schluss nicht ins Ziel retten.

Trost im Bundesliga-Alltag

"Wir hatten es auf der Pfanne, das Ding zuzumachen. Aber am Ende haben wir unsere Chancen nicht genutzt", analysierte Baldi. Dennoch ist der ALBA-Manager mit dem bisherigen Auftritt in der Euroleague zufrieden: "Wir wissen, dass wir auf Augenhöhe und mittendrin im Geschäft sind."

Nun hofft der Baldi noch auf einen versöhnlichen Jahresabschluss am Montagabend im Bundesliga-Alltag gegen die Walter Tigers Tübingen: "Nach so einem Europapokal-Duell geht die Kurve immer runter, das ist normal."(DATENCENTER: Die Europaliga)

"Daher wird es ein sehr schweres Spiel", sagte Baldi, der die Weihnachtspause angesichts der verletzten Leistungsträger Julius Jenkins und Patrick Femerling herbeisehnt: "Dann haben wir Zeit, unsere Wunden zu lecken."

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