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Marcus Slaughter wechselte diese Saison von Valladolid zu Bamberg © getty

Ein Heimsieg ist für die Franken auch gegen Malaga Pflicht, meint Marcus Slaughter. Ein Big Man stehe aber für Unheil.

Von Annette Bachert

München - Ein mehr als souveräner Sieg, aber auch eine recht deutliche Niederlage: Das ist die Bilanz der Brose Baskets Bamberg in Europas Königsklasse.

Diese kann und muss nun gegen Unicaja Malaga (ab 21.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) unbedingt wieder aufgebessert werden. Das sagt zumindest Bambergs neuer Center Marcus Slaughter zu SPORT1: "Wir brauchen diesen Sieg."

Zum einen, weil die Spanier mit dem gleichen Punkteverhältnis direkter Konkurrent um den Einzug in die Top-16-Runde sind. Zum anderen, da Heimspiele in Slaughters Augen die sind, "die man am ehesten gewinnen kann und am liebsten gewinnen will" (DATENCENTER: Die Euroleague).

Heimnimbus als Titelgarant

Im Vorjahr gelang dies den Brose Baskets nicht. Zuhause zogen sie mit 65:69 knapp den Kürzeren, eine von zwei Heimpleiten, die letztlich zum Vorrunden-Aus führten.

Seither aber sind die Bamberger in Freak City unbesiegt - egal in welchem Wettbewerb. Zu Hause griffen sie die Deutsche Meisterschaft, den Beko-BBL-Pokal und den Champions Cup ab.

Dieser Nimbus soll halten. Aber Slaughter warnt auch vor Unicaja, deren Spieler er aus seiner letzten Saison bei Valladolid zumindest zum Teil noch gut kennt.

Slaughter warnt vor Briten-Brocken

"Malaga hat ein rundum starkes athletisches Team, das eine sehr gute Defensive hat, aber auch unter dem Korb sehr gut ist", erklärt Slaughter und fügt an: "Sie haben insgesamt viele große Spieler. Dennoch haben wir gute Chancen."

Ein Akteur der Andalusier, sagt Center Slaughter, stehe allerdings geradezu für Unheil: "Joel Freeland. An ihn erinnere mich noch sehr gut. Er spielt sehr aggressiv vorne wie hinten. Ihn müssen wir versuchen auszuschalten. Denn er ist auch ziemlich gut darin, ein Spiel zu zerstören."

Der 110 Kilo schwere englische Nationalspieler wurde 2006 von Portland im Draft rekrutiert, spielt aber seit 2005 durchgehend in Spanien und wurde im Oktober zum wertvollsten Spieler der ACB gewählt.

Wiedersehen mit Valters und Garbajosa

Malagas Stärke spiegelt sich auch in den Ergebnissen in der spanischen Liga ACB wider. Dort startete das Team von Trainer Chus Mateo souverän mit vier Siegen, musste zuletzt aber gegen Valencia die erste Niederlage hinnehmen.

Dennoch steht Unicaja mit den großen Zwei der spanischen Liga, Real Madrid und FC Barcelona, punktgleich an der Tabellenspitze.

Ein Gegner also, den man nicht unterschätzen sollte. Zumal er mit dem BBL-erfahrenen Letten Kristaps Valters und dem NBA-erfahrenen Reservisten Jorge Garbajosa bekannte Namen in seinen Reihen hat.

Garbajosa kennen die deutschen Basketball-Fans allerdings am ehesten durch sein Scheitern als Verteidiger Dirk Nowitzkis, als Spanien in letzter Sekunde das EM-Halbfinale 2005 verlor. Auch bei der WM 2010 tat sich Garbajosa beim Viertelfinal-Aus gegen Serbien eher als spanischer Anti-Held hervor.

10:0 Zähler: "Das haben wir erwartet"

Doch um sich Mut zu machen, müssen die Brose Baskets eigentlich nur auf sich selbst schauen. In dieser Spielzeit blicken sie in der Beko BBL auf die makellose Bilanz von 10:0 Zählern und 141 Plus-Körben.

Diese Erfolgs-Serie überrascht Slaughter nicht: "Wir trainieren sehr hart und haben ein starkes Team. Ehrlich gesagt, haben wir erwartet diese Spiele zu gewinnen."

Und nun soll es am Donnerstag auch in der Euroleague wieder klappen. Wie? "Wir müssen einfach den Heim-Vorteil nutzen. Denn ein Sieg zu Hause immer Pflicht ist", sagt der 26-Jährige.

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