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Chris Fleming übernahm 2008 den Trainerposten in Bamberg © getty

Bamberg muss gegen Titelverteidiger Panathinaikos den Abwärtstrend stoppen. Die Griechen haben eine Legende zurückgeholt.

Von Raphael Weber

München - Ausgerechnet gegen die Übermannschaft von Panathinaikos Athen (Do., ab 21 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wollen die Brose Baskets Bamberg die Trendwende in der Euroleague schaffen.

Denn nach dem 96:65-Kantersieg beim Auftakt gegen KK Zagreb (Bericht) gab es für die in der Beko BBL so überlegenen Franken auf internationalem Parkett drei Niederlagen in Serie, zuletzt gegen Zalgiris Kaunas (Bericht und Video).

"Sicherlich waren die letzten Wochen in der Euroleague nicht so schön für uns", gesteht Bambers Trainer Chris Fleming ein: "Aber als Team bewegen wir uns in die richtige Richtung und wir erwarten, dass wir das Spiel gewinnen."

Titelfavorit zu Gast in Bamberg

Mit den Griechen kommt allerdings ein echter Brocken: Alleine vier Mal durfte die Millionentruppe von Trainer Zeljko Obradovic den Euroleague-Titel feiern, zuletzt im vergangenen Jahr. "Das ist ohne Frage eine große Hausnummer", erklärt Fleming.

"Die Gewinner-Mannschaft der letzten Saison ist im Kern zusammengeblieben", analysiert Bambergs Coach die Griechen: "Sie spielen sehr kompakt, haben sehr viele Waffen und einen Trainer, der schon einiges gewonnen hat." (DATENCENTER: Die Euroleague)

Auch in diesem Jahr sieht Fleming die Griechen weit vorne, wenn es um den Titel geht: "Für mich gehört Panathinaikos zusammen mit ZSKA und Barcelona zu den drei Topteams in Europa. Eine der Mannschaften wird es am Ende auch machen."

[kaltura id="0_27s1xg0u" class="full_size" title="Weems besiegt Bamberg fast alleine"]

Franken unter Zugzwang

Während Panathinaikos trotz des um 40 Prozent auf rund 20 Millionen Euro geschrumpften Etats auch in diesem Jahr dominiert und nur gegen Euroleague-Mitfavorit ZSKA Moskau verloren hat, steht Bamberg schon fast mit dem Rücken zur Wand.

War die Schlappe beim finanzstarken russischen Vertreter ZSKA Moskau, wo Bamberg mit 74:94 unter die Räder kam (Bericht), noch mehr oder minder einkalkuliert, schmerzten besonders die letzten beiden Auftritte.

Gegen Malaga (Bericht) führte der Double-Sieger vier Sekunden vor Schluss mit einem Punkt. Doch dann kam Berni Rodriguez, sicherte sich einen Offensiv-Rebound und stahl Bamberg mit seinem Verzweiflungswurf doch noch den Sieg.

Flemming setzt auf Heimstärke

Auch beim litauischen Meister Zalgiris Kaunas waren die Franken bei der 70:81-Schlappe noch kurz vor Schluss im Geschäft. Doch nun stehen die Bamberger schon unter Zugzwang.

Fleming gibt sich kämpferisch: "Ich glaube, wir haben auch in der letzten Saison bewiesen, dass wir gerade hier zuhause auch große Mannschaften schlagen können."

Zwar hält der Deutsche Meister und Pokalsieger dank des besseren Korbverhältnisses aktuell noch den vierten Rang in Gruppe B, der fürs Weiterkommen in die Top-16-Runde reichen würde, vor Kaunas. Allerdings treten die Litauer zeitgleich beim bislang sieglosen Schlusslicht Zagreb an.

Mit den "Freaks" im Rücken

Für einen Sieg gegen Panathinaikos baut Fleming vor allem auf die heimische Kulisse in "Freak City"

Man müsse alles versuchen, um das Spiel lange Zeit offen zu halten, erklärt Fleming, "um es mit der Energie unserer Fans und unserer Abgeklärtheit am Ende für uns zu entscheiden."

"Dafür eine Spitzenleistung nötig", stellt der Coach klar, "aber die Herausforderung tut uns gut."

Mit dem MVP, aber ohne Tsartsaris

Der Titelverteidiger setzt ein eingespieltes Millionen-Ensemble dagegen, dass in der griechischen Liga spielfrei hatte und daher die Wut über die Schlappe gegen ZSKA noch im Bauch hat.

Star-Verteidiger Dimitris Diamantidis, MVP der letzten Euroleague-Saison und bereits acht Jahre in Athen, hat durch die Rückkehr von Litauens Legende Sarunas Jasikevicius einen prominenten Ersatzmann im Backcourt bekommen.

Dafür fehlt den Athenern Center Kostas Tsartsaris, der sich gegen Moskau schon in der siebten Minute eine Knieverletzung zugezogen hat.

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