vergrößernverkleinern
Seit über zwölf Jahren ist Wolfgang Heyder bei den Brose Baskets Bamberg als Manager verantwortlich © getty

Nach dem Sieg gegen Panathinaikos wünscht sich Manager Wolfgang Heyder weiter den NBA-Superstar im Trikot der Bamberger.

Bamberg - Selbst der Sensationssieg gegen Titelverteidiger Athen konnte nicht vom Wirbel um eine Verpflichtung des deutschen NBA-Champions ablenken.

"Grundsätzlich können wir uns vorstellen, Dirk Nowitzki zu holen", sagte Manager Wolfgang Heyder vom Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg: "Das ist ein Wunsch, das ist eine Vision."

Gerade hatten die Bamberger nach einem Kraftakt den Euroleague-Champion Panathinaikos Athen 76:74 (37:40) vor über 6500 ausgelassen feiernden Fans in der Bamberger "Frankenhölle" bewzungen, da wurden die Rufe nach dem Superstar der Dallas Mavericks wieder laut (BERICHT: Bamberg stürzt den Titelverteidiger).

Der Würzburger ist durch den Lockout in der nordamerikanischen Profiliga NBA aktuell arbeitslos. Sollte die Spielzeit komplett abgesagt werden, will sich der 33-Jährige wahrscheinlich ab Januar bei einem Team in Europa fit halten.

Geschwindner bremst Wechsel-Gedanken

Ob Bamberg tatsächlich eine Chance hat oder ob eine europäische Spitzenmannschaft aus Spanien oder Russland das Rennen macht, bleibt aber weiterhin offen.

Auch der spanische Topklub Real Madrid soll bereits die Fühler nach dem "German Wunderkind" ausgestreckt haben und mit Nowitzki verhandeln (BERICHT: Dirkules nach Madrid?).

Man habe bei Nowitzkis Mentor Holger Geschwindner eine Anfrage gestellt, hieß es am Rande der Euroleague-Begegnung. Dieser jedoch betonte erneut, dass es keine Schnellschüsse geben werde.

Man wolle erst eine endgültige Entscheidung im Tarifstreit abwarten, bevor Schritte eingeleitet würden (BERICHT: Kein Blitz-Wechsel von Nowitzki).

[kaltura id="0_b85p07ny" class="full_size" title="Bamberg mit dem Krimisieg"]

"Das Beste der Saison"

Unbeeindruckt vom zähen Ringen um das Aushängeschild des deutschen Basketballs hat der deutsche Doublegewinner der letzten beiden Jahre mit dem Sieg gegen Panathinaikos, das erfolgreichste Team Europas der letzten 15 Jahre, ein deutliches Lebenszeichen in der Königsklasse gegeben.

"Ich möchte meinen Spielern gratulieren. Die zweite Halbzeit war das Beste, was wir in dieser Saison gezeigt haben", sagte Trainer Chris Fleming.

Einen Rückstand zur Halbzeit drehten die Bamberger noch und dürfen nach dem zweiten Sieg nun wieder auf das Erreichen der Runde der besten 16 Mannschaften in der Euroleague hoffen.

Der momentan vierte Platz der Gruppe B würde zum Weiterkommen reichen (DATENCENTER: Die Euroleague).

ALBA eine "Herausforderung"

Am Sonntag reisen die Bamberger zum Auswärtsspiel beim ärgsten Konkurrent ALBA Berlin. In der jetzigen Verfassung dürften die Bamberger, die ihre sieben Bundesligaspiele mit durchschnittlich 26,7 Zählern Vorsprung gewonnen haben, von den Albatrossen kaum zu schlagen sein.

"ALBA ist ein Topteam, diese Herausforderung nehmen wir gern an", sagte Fleming.

"Nicht allzu komisch" für Jenkins

Ein ganz besonderes Spiel wird es für den früheren Berliner Julius Jenkins, der mit Bamberg erstmals in die Hauptstadt zurückkehrt.

"Eigentlich fühlt es sich nicht allzu komisch an", sagte Jenkins auf der Homepage der Beko BBL: "Basketball ist ein schnelllebiges Geschäft, in dem sich oft Situationen ändern. Deshalb mache ich mir nicht viele Gedanken über die Vergangenheit. Ich bin glücklich, nun in Bamberg zu sein, und richte meinen Fokus nur auf die Brose Baskets."

Selbstvertrauen holte sich Jenkins gegen Athen, als er in den Schlusssekunden die entscheidenden beiden Freiwürfe versenkte und damit den Sieg sicherte.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel