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Berlins Big Man Adam Chubb (l.) kommt an Axel Hervelle vorbei, aber ins Straucheln © imago

Hängende Köpfe bei den Berliner nach der verpassten Sensation: ALBA spielt "absolut am Limit", scheitert aber an den Nerven.

Berlin - Obwohl die Sensation zum Greifen nah war, standen die Spieler des Deutschen Meisters ALBA Berlin im "Spiel des Jahres" mit leeren Händen da.

Sie hatten die "Königlichen" von Real Madrid in der Top-16-Runde der Euroleague mit einer 19-Punkte-Führung schon an den Rand einer Niederlage gebracht und scheiterten am Ende doch noch an den eigenen Nerven. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Es tut natürlich weh, so zu verlieren. Jetzt müssen wir den Kopf oben behalten", meinte ALBA-Spielmacher Steffen Hamann nach der 84:87-Niederlage gegen den spanischen Renommier-Klub, der schon 18 internationale und 51 nationale Titel gewann.

Kaum noch Viertelfinal-Chancen

Vier Minuten vor Schluss hatten die Gastgeber in der Arena am Ostbahnhof noch 81:71 geführt, ehe sie die Partie doch noch aus der Hand gleiten ließen. (SPIELBERICHT: ALBA verspielt Sensations-Sieg)

Trotzdem schien ihnen keiner der 11.045 Zuschauer böse zu sein. Der Beifall auf der Ehrenrunde, die die Berliner mit hängenden Köpfen absolvierten, war aber nur ein schwacher Trost.

Denn nach der zweiten Niederlage im zweiten Gruppenspiel sind die Chancen auf das Viertelfinale damit bereits gegen Null gesunken. Zum Auftakt hatte ALBA bei Maccabi Tel Aviv 65:96 verloren.

"Absolut an unserem Limit"

ALBA-Sportdirektor Hennig Harnisch kam am Donnerstag nicht umhin, einen Klassenunterschied zwischen Alba und Real zu konstatieren: "Wir sind in diesem Spiel absolut an unser Limit gegangen. Aber am Ende hatten wir keine Antworten mehr parat. Schade, dass wir unsere tolle Leistung nicht mit einem Sieg gekrönt haben."

Von einer "unnötigen Niederlage" sprach auch Trainer Luka Pavicevic: "Die Enttäuschung nach einem solchen Spiel überwiegt."

"Lernen, den Sieg zu greifen"

Nach einer Weile gab er sich dann jedoch wieder kämpferisch: "Die Partie gegen Real Madrid muss uns den Weg für die nächsten Spiele weisen. Wir müssen lernen, uns den Sieg einfach zu greifen, wenn er so nah ist."

Bereits am kommenden Donnerstag kommt in der Euroleague-Begegnung beim FC Barcelona die Gelegenheit, das Gelernte umzusetzen.

Gegen Madrid, den derzeit erfolgreichsten Basketball-Klub Europas, kamen die Berliner in der ersten Halbzeit hervorragend in Spiel und hatten den Gegner sicher im Griff.

Reals später Klasse-Beweis

Doch in den letzten vier Minuten erfolgte der Einbruch. Mit einem 10:0-Zwischenspurt glichen die Madrilenen zum 81:81 aus und stellten mit dem Last-Minute-Sieg ihre Klasse unter Beweis.

"Real ist eine Top-Mannschaft. Das hat man heute wieder gesehen", musste Steffen Hamann neidlos anerkennen.

So reichten am Ende 21 Punkte von Julius Jenkins und 16 Zähler von Aleksandar Nadjfeji für die Berliner nicht zum Sieg. Bester Werfer der Gäste war Louis Bullock mit 19 Punkten.

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