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Alexander Nadjfeji kam in 26 Minuten auf elf Punkte, leistete sich aber sieben Ballverluste © imago

ALBA fehlt auch in Barcelona der Killerinstinkt. Spaniens Presse beschreibt das Berliner Quasi-Aus in der Euroleague martialisch.

Barcelona - Erneut schnupperte ALBA Berlin in der Euroleague an einer Sensation, doch wieder einmal machte die fehlende Konstanz dem Deutschen Meister einen Strich durch die Rechnung.

"Der Knackpunkt des Spiels war das dritte Viertel. Wir haben keine Antwort auf ihre Aggressivität gefunden und in dieser Phase einfach nicht dagegengehalten", sagte Trainer Luca Pavicevic nach dem 69:85 beim spanischen Top-Klub FC Barcelona.(SPIELBERICHT: ALBA kann Barca nicht stoppen)

Durch die dritte Niederlage im dritten Spiel der Top-16-Runde der "Königsklasse" ist das Erreichen des Viertelfinals für ALBA so gut wie aussichtslos. Berlin müsste schon alle drei restlichen Partien gewinnen, um die kleine Chancen zu wahren.

Katalanen drehen auf

Allerdings scheint der Mannschaft auf internationalem Parkett der "Killerinstinkt" zu fehlen.

Vor 4865 Zuschauern im Palau Blaugrana direkt neben dem berühmten Fußballstadion Nou Camp führten die Berliner dank einer couragierten Leistung zur Halbzeit überraschend mit 38:37. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach der Pause aber drehten die Katalanen auf und überrannten die hilflosen Albatrosse mit einem 19:2-Lauf. "Da sind sie förmlich über uns weggefegt", sagte Aleksandar Nadjfeji, der mit elf Punkten zweitbester ALBA-Werfer hinter Spielmacher Julius Jenkins (zwölf Punkte) war.

Wie gegen Real Madrid

Am Ende erwies sich der Euroleague-Gewinner von 2003 als eine Nummer zu groß. Aus dem mit internationalen Stars besetzten Team ragte Ersan Ilyasova heraus. Der Türke traf seine ersten fünf Dreierversuche und kam allein auf 30 Punkte.

"Barca liquidiert ALBA", schrieb die spanische Sportzeitung AS: "Die Berliner begannen stark, wurden am Ende aber von Barca erniedrigt."

Das Spiel war so etwas wie ein Deja-vu-Erlebnis für die Berliner. Bereits in der Vorwoche hatten sie einen möglichen Sieg gegen den großen Favoriten Real Madrid (84:87) durch eine Schwäche-Periode noch aus der Hand gegeben.

Gleich die Chance zur Revanche

Die Möglichkeit zur Revanche gegen Barca bietet sich bereits am 26. Februar (20.30 Uhr/live bei Eurosport), wenn das Rückspiel in der deutschen Hauptstadt steigt.

Danach stehen für die Berliner noch die Rückrundenspiele gegen Maccabi Tel Aviv (5. März) und bei Real Madrid (12. März) auf dem Programm.

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