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Die Panathinaikos-Spieler wie Jasikevicius (r.) sind an eine hitzige Atmosphäre gewöhnt © getty

650 Sicherheitskräfte und Münzverbot im ALBA-Wohnzimmer: Das griechische Hassduell im Halbfinale wirft dunkle Schatten voraus.

Berlin - Der Kampf um Europas Basketball-Krone steigt im "Wohnzimmer" des deutschen Meisters ALBA Berlin:

Wenn ab Freitag das Final-Four-Turnier der Euroleague in der Berliner Arena am Ostbahnhof startet, blickt die Fachwelt auf die deutsche Hauptstadt.

Auch ALBA ist nach dem Aus in der Top-16-Runde nur Zuschauer, doch in Zukunft will der nationale Branchenprimus im Konzert der Großen um den höchsten europäischen Vereinstitel mitspielen.

"Natürlich ist das unser Ziel. Wir haben als Klub bisher immer Visionen gehabt. Eines Tages wollen wir auch im Final Four stehen", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi.

Übertragung in 171 Länder

Das Mega-Event, dass in 171 Länder übertragen wird und so theoretisch knapp 1,7 Milliarden Haushalte erreicht, beginnt am Freitag um 18 Uhr (LIVESCORES) mit dem ersten Halbfinale zwischen Titelverteidiger ZSKA Moskau um Spielmacher J.R. Holden und dem FC Barcelona mit NBA-Rückkehrer Juan Carlos Navarro.

Im zweiten Semifinale steht anschließend das brisante griechische Stadtderby zwischen Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen (21 Uhr LIVESCORES) um die Playmaker Theo Papaloukas und Dimitris Diamantidis auf dem Programm. Das Finale und das Spiel um Platz drei finden am Sonntag statt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Trotz horrender Kartenpreise ist die Halle längst für beide Tage mit jeweils 13.500 Zuschauern ausverkauft.

7,5 Millionen - für die Spitze zu wenig

"Es gibt keinen klaren Favoriten. Die vier Teams sind alles Mannschaften, die auch in der NBA bestehen könnten. Ich bin eigentlich vorsichtig mit Superlativen, aber ich denke, dass ist das stärkste Final Four aller Zeiten", sagte Baldi.

ALBA ist immerhin beim parallel stattfindenden europäischen Junioren-Turnier vertreten. Dass die Profi-Mannschaft beim Gipfeltreffen der europäischen Spitze noch fehlt, stört den Manager nicht.

"In der Zuschauer-Tabelle Europas sind wir schon Erster, in der Tabelle noch nicht. Wir müssen uns das nun Stück für Stück erarbeiten", meinte Baldi, dem bei ALBA ein Etat von rund 7,5 Millionen Euro zur Verfügung steht - für Europas Spitze zu wenig.

Feindschaft zwischen griechischen Fans

"Olympiakos hat einen Etat von 45 Millionen Euro. Bei den anderen drei liegt kein Budget unter 35 Millionen", erklärte Baldi und verglich die Zahlen mit dem Fußball: "Hertha BSC wäre froh, wenn sie so einen Personaletat wie diese Teams hätten."

Euroleague-Chef Jordi Bertomeu kann derweil den ersten Sprungball beim Final Four kaum erwarten: "Das wird eine großartige Veranstaltung. Berlin hatte den Zuschlag für das Turnier bekommen, weil es eine internationale Stadt und die neue Arena traumhaft ist."

Einzig die Feindschaft zwischen den Anhängern der beiden griechischen Klubs bereitet Bertomeu Sorgen. "Wir können nicht abstreiten, dass sich beim Final Four viel um die Sicherheit drehen wird", meinte der Euroleague-Geschäftsführer.

Snacks nur für Scheine

Die Maßnahmen sind vielfältig: Intensive Zuschauer-Kontrollen, getrennte Eingangs- und Fan-Bereiche, kein Alkohol-Ausschank, und rund 650 Sicherheitskräfte sollen in der Halle für Ordnung sorgen.

Zudem wurde die Mitnahme von Schlüsseln und sogar Münzen verboten, um mögliche Wurfgeschosse zu vermeiden.

So werden die Fans in der Halle nur mit Scheinen bezahlen können. Dafür wurden die Preise für alle Getränke und Snacks auf fünf oder zehn Euro festgelegt.

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