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Dirk Nowitzki wurde 2005 mit Deutschland Vize-Europameister © imago

Der NBA-Star relativiert eine Meldung des DBB, hätte aber "schon Spaß" an der WM 2010. Das Thema "Taylor" ist endgültig abgehakt.

Kattowitz - Deutschlands Basketball-Star Dirk Nowitzki hat seine Teilnahme an der WM 2010 in der Türkei in Aussicht gestellt, sollte der Deutsche Basketball-Bund (DBB) eine Wildcard für das Turnier erhalten (Sport1.de-Kolumnist Stephan Baeck: Wie eine Bewerbung an die FIBA).

"Das würde mir schon Spaß machen, aber jetzt zählt erstmal nur die NBA-Saison. Mal sehen, wie lang die wird, was mein Körper dann sagt", sagte der Profi der Dallas Mavericks im Interview der "Welt am Sonntag".

"Der DBB hat ja gerade erst vermeldet, dass ich nächstes Jahr in jedem Fall wieder dabei bin. So weit will ich mich jetzt noch nicht aus dem Fenster lehnen. Aber wenn alles optimal läuft, hätte ich schon Spaß daran", meinte Nationalspieler Nowitzki, der für die EM in Polen in diesem Jahr keine Freigabe von seinem Klubchef Mark Cuban erhalten hatte.

Mannschaft macht Lust auf mehr

Der 31-Jährige zeigte sich trotz des Ausscheidens in der Zwischenrunde schwer beeindruckt von den Vorstellungen der stark verjüngten Nationalmannschaft bei der EM.

"Schade, dass es gegen Kroatien nicht ganz gereicht hat. Ab dem Viertelfinale wäre wohl wieder einiges drin gewesen. Aber diese junge Mannschaft hat ja auch ohne mich sehr positiv überrascht, das macht echt Lust auf mehr", sagte Nowitzki.

"Hätte gegen Kroatien helfen können"

Das entscheidende Zwischenrunden-Spiel gegen Kroatien (68:70) verfolgte Nowitzki vor dem Fernseher, auch wenn "es nicht einfach war, nur mit der Fernbedienung in der Hand vorm TV zu sitzen, ohne etwas tun zu können. Ich glaube, da hätte ich schon in den entscheidenden Szenen ein wenig helfen können."

Seine EM-Absage bedauert der 2,13 m große Power Forward jedoch nicht: "Ich glaube aber, dass es für mich ganz gut war, dort nicht gespielt und mal einen Sommer nicht so unter Druck gestanden zu haben."

Thema Taylor ist abgehakt

Seine privaten Probleme um die Festnahme seiner Ex-Verlobten Crystal Taylor, die wegen des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist, hat Nowitzki weitgehend verarbeitet: "Mir geht's gut, ich schaue wieder nach vorn."

Als er jedoch Anfang Mai von den Turbulenzen erfahren habe, sei er zunächst in ein tiefes Loch gefallen: "Diese Erfahrung war schon ein echter Tiefpunkt in meinem Leben", sagte der gebürtige Würzburger.

Bei einem Familienurlaub auf Kreta habe er von dem ganzen Trubel aber "sehr schnell Abstand finden können". Besonders als sich herausstellte, dass Taylor nicht von ihm schwanger ist, sei das eine "große Erleichterung" gewesen.

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