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Bei Olympia in Peking scheiterte das DBB-Team in der Vorrunde © getty

Nowitzki und Co. gehen bei der WM 2010 Spanien und den USA erst mal aus dem Wege. Dafür geht es gegen Manu Ginobilis "Gauchos".

Istanbul/Berlin - Losglück für die deutschen Basketballer: Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann trifft in der Vorrunde der WM 2010 in der Türkei (28. August bis 12. September) in Kayseri auf Vize-Europameister Serbien, Argentinien, Australien, Jordanien und Angola.

Das ergab die Auslosung am Dienstag in Istanbul. Die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB), der erst am Sonntag vom Weltverband FIBA eine Wildcard für das Turnier erhalten hatte, muss in der Gruppe A einen der ersten vier Plätze erreichen, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren.

"Das hätte sicher schlimmer kommen können. Wir haben eine schwierige Gruppe erwischt, aber sicher eine Chance, unter die besten vier Teams zu kommen", sagte Bauermann nach der Auslosung, an der auch Rekordnationalspieler Patrick Femerling beteiligt war.

Zwei Szenarien - zwei Ziele

Die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales machte der Bundestrainer vor allem von der Teilnahme der NBA-Stars Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) und Chris Kaman (Los Angeles Clippers) abhängig.

Beide hatten sich bei der EM in Polen im September, als Deutschland die sportliche WM-Qualifikation verpasste, eine Auszeit vom Nationalteam genommen. Zuletzt hatte aber Nowitzki erklärt, er wolle gerne bei der WM ins Team zurückkehren. (Nowitzki und Kaman wollen gemeinsam zur WM)

"Mit Dirk Nowitzki und Chris Kaman peilen wir einen der ersten beiden Gruppenplätze an und insgesamt einen Platz unter den besten acht Teams", meinte Bauermann.

Ohne die beiden NBA-Spieler wäre allerdings jeder Erfolg ein Extra: "Denn man darf nicht vergessen, dass die neuen jungen Spieler ihren Zenit erst in fünf bis sieben Jahren erreichen werden. Daher sollten wir nicht zuviel erwarten", sagte der Bundestrainer, der in der WM einen "wichtigen Entwicklungsschritt" für die Mannschaft sieht.

Spielort in 1054 Meter Höhe

Zum WM-Auftakt treffen die Deutschen am 28. August 2010 auf den Olympiasieger von Athen (2004) Argentinien. Es folgen die Spiele gegen Serbien (29. August) und Australien (30. August) sowie die wohl entscheidenden Partien gegen Angola (1. September) und Jordanien (2. September).

Spielort ist jeweils das in 1054 Meter Höhe am Fuße eines erloschenen Vulkans gelegene Kayseri in Kappadokien.

"Es ist toll, dass wir bei der WM dabei sind, und wir werden in unserer schwierigen Gruppe alles daran setzen Spiele zu gewinnen. Auch der Austragungsort Kayseri ist sicher eine Herausforderung", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.

Im Achtelfinale gegen die USA?

Bei einer Qualifikation für das Achtelfinale würden die "Bauermänner" auf ein Team aus der Gruppe B treffen. Damit droht ein Duell gegen Olympiasieger und Top-Favorit USA.

Im Lostopf 1 steckten neben den "Gauchos", die auf das Mitwirken ihres Superstars Manu Ginobili (San Antonio Spurs) hoffen, auch Olympiasieger USA und Europameister Spanien sowie Angstgegner Griechenland. (Dirk Bauermann im Sport1.de-Interview)

Auch bei den Konkurrenten aus den Lostöpfen 3 und 5 hätte es ärger kommen können: In Topf 3 lagen die Puertoricaner und Brasilianer, die etliche NBA-Stammspieler aufbieten könnten; in Topf 5 befanden sich die Chinesen, die bei den Olympischen Spielen in Peking anstelle der "Bauermänner" ins Viertelfinale eingezogen waren.

Wieder mal gegen Angola

Gegen Angola behielt das DBB-Team bisher in allen vier Duellen die Oberhand, zuletzt bei Olympia 2008 und bei der WM 2006.

Mit ihrer fünften WM-Teilnahme ist die deutsche Nationalmannschaft automatisch auch für die Europameisterschaft 2011 in Litauen qualifiziert. Dort werden auch Tickets für die Olympischen Sommerspiele in London 2012 vergeben.

Die Vorrunden-Gruppen bei der WM:

Gruppe A (Kayseri): Deutschland, Serbien, Argentinien, Australien, Jordanien, Angola

Gruppe B (Istanbul): Kroatien, Brasilien, Tunesien, Slowenien, Iran, USA

Gruppe C (Ankara): China, Türkei, Russland, Puerto Rico, Elfenbeinküste, Griechenland

Gruppe D (Izmir): Spanien (TV), Litauen, Libanon, Frankreich, Kanada, Neuseeland

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