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Donte Greene ist am 21. Februar 1988 in München geboren © getty

NBA-Forward Donte Greene erneuert sein Interesse, bei den Bauermännern zu spielen. Vom Verband folgt aber prompt eine Absage.

München/Berlin - NBA-Profi Donte Greene hat sein Interesse erneuert, für Deutschland zu spielen. (DBB jubelt: Wildcard für Nowitzki und Co.)

"Bitte sagt Coach Bauermann, dass ich liebend gerne für Deutschland spielen würde", erklärte er dem "ZDF".

"Vielleicht kann er mich im Sommer mal besuchen, damit wir alle Details klären können", sagte der 2,11 m große Flügelspieler am Rande des Spiels seiner Sacramento Kings in New Jersey mit einem Appell an Bundestrainer Dirk Bauermann.

Greene besitzt keinen deutsche Pass

Der Deutsche Basketball-Bund erteilte dem 22-Jährigen, der 2007 mit den USA Silber bei der U19-WM holte, aber prompt eine Absage:

"Wir können Greene nicht einbürgern, da er keinen deutschen Elternteil hat", sagte der leitende DBB-Sportdirektor Steven Clauss Sport1.de.

Zudem dürfe neben Chris Kaman ohnehin kein zweiter eingebürgerter Spieler für das Nationalteam auflaufen. (WM-Lose: "Bauermänner" im Glück)

Greene besitzt keinen deutschen Pass. Geboren ist er in München, wo er einen Teil seiner Kindheit verbrachte. Seine Eltern leben noch heute in der Nähe von Stuttgart. "Meine Mutter arbeitet dort auf einem Militärstützpunkt", erklärt Greene.

Bauermann-Aussagen sorgen für Verwirrung

Für Verwirrung hatten Aussagen von Bundestrainer Dirk Bauermann gesorgt, der betont hatte, dass man mit diesem Thema "sehr sensibel umgehen müsste".

Schließlich dürfe man den deutschen Talenten nicht den Weg versperren, indem man andauernd versuche, amerikanische Spieler einzubürgern.

"Doch bei einem so hochtalentierten Jungen muss eine Ausnahme erlaubt sein, wie dies auch bei Kaman der Fall gewesen ist", sagte der Nationaltrainer. "Von Donte Greene würde der gesamte deutsche Basketball profitieren." Dazu wird es nun aber nicht kommen.

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