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Stützen im deutschen Team: Robin Benzing (r.) und Jan-Hendrik Jagla © imago

Zwei Leistungsträger und der versöhnliche Abschluss beim Zypern-Turnier lassen das DBB-Team an eine gute WM glauben.

Köln - Mit zwei Niederlagen, einem Sieg zum Abschluss und vielen Erkenntnissen im Gepäck haben die deutschen Basketballer die Heimreise vom Vier-Nationen-Turnier auf Zypern angetreten.

"Die harte Arbeit mit der jungen Mannschaft zahlt sich aus. Wir haben mit dem zweiten Platz auf Zypern trotz der deutlichen Niederlage gegen Griechenland wieder viel gelernt und den nächsten Entwicklungsschritt gemacht", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann nach der Heimreise am Montag.

Einen Abend zuvor hatten die "jungen Wilden" gegen Kroatien mit 76:73 gewonnen.

Dem Erfolg waren zwei Niederlagen gegen den EM-Dritten Griechenland 54:82 und Kroatien 76:77 vorausgegangen.

Mutmacher für die WM

Doch auch die zwei verlorenen Spiele gegen "Mannschaften, die einiges mehr an Erfahrung aufzuweisen haben", machen Bauermann Mut mit Blick auf die in drei Wochen beginnende Weltmeisterschaft in der Türkei (28. August bis 12. September).

"Die Griechen sind mit den Spaniern derzeit in Europa die stärksten Teams", sagte er.

Und weiter: "Sie sind eingespielt und haben sowohl in der Nationalmannschaft als auch in den europäischen Ligen viel mehr Einsätze als meine Jungs."

"Feine Leistung" gegen Russland

Gegen Griechenland habe sein Team besonders in der zweiten Halbzeit sehr gut mitgehalten und gegen Kroatien seien die deutschen Korbjäger "mindestens ebenbürtig gewesen", so der Bundestrainer weiter.

Das Turnier sei eine echter Härtetest für die WM gewesen.

Gegen Ex-Europameister Russland zeigten die DBB-Herren dann eine "feine Leistung", bei der besonders der erst 21-jährige Robin Benzing und Routinier Jan-Hendrik Jagla starke Leistungen zeigten.

Sonderlob für Benzing und Jagla

Beide Spieler steuerten jeweils 20 Punkte zum Erfolg bei und holten sich von ihrem Trainer ein Sonderlob ab.

"Offensiv waren Jan und Robin heute sehr stark, wir haben den Ball gut bewegt und gute Entscheidungen getroffen. Kurz: Wir sind auf einem guten Weg", lobte Bauermann.

Gerade Benzing, der für die junge Generation in der Nationalmannschaft steht, ist Sinnbild für die Weiterentwicklung des Teams.

"Gegen Gegner wie die auf Zypern kann meine Mannschaft nur lernen. Das habe wir getan. In Sachen Spielkultur, Härte im Abwehrbereich und Selbstlosigkeit unter dem Korb", sagte Bauermann über sein junges Team, das bei der WM ohne die NBA-Stars Dirk Nowitzki und Chris Kaman bestehen muss.

"Sehr gute Entwicklung"

"Jede Mannschaft braucht ihre eigene Identität. Die entwickeln wir immer weiter, und im Verlaufe des Turniers haben wir eine sehr gute Entwicklung genommen", ergänzte der Coach.

Doch Bauermann sieht auch noch Kritikpunkte im Spiel seiner Mannschaft.

Besonders das Lamentieren nach vergebenen Chancen und vermeintlichen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter sei noch ein Makel, das seit aber wiederum typisch für ein junges Team.

Supercup als nächster Härtetest

Am kommenden Wochenende (13. bis 15. August) steht der Supercup in Bamberg an.

Das Turnier mit Litauen, der Türkei und Kroatien ist erneut stark besetzt und für das Bauermann-Team die nächste Gelegenheit, einen Schritt nach vorne zu machen.

"Wir freuen uns auf Deutschland. Es gilt bei diesen Partien stabiler zu werden - in Sachen eintrainierte Automatismen, Abstimmung, Kontinuität und Spielkultur", sagte Bauermann mit Blick auf den nächsten Härtetest.

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