vergrößernverkleinern
Dirk Bauermann  traut dem deutschen Team einiges zu
Dirk Bauermann trainier das deutsche Basketball-Team seit 2003 © getty

Beim Supercup feilt das Basketball-Nationalteam an der Feinabstimmung für die WM. Dirk Bauermanns Vorgabe: "Erfahrung sammeln".

Bamberg - Für Bundestrainer Dirk Bauermann ist der traditionelle Supercup in Bamberg eine gute Gelegenheit zum "Feinschliff", für die junge Basketball-Generation eine große Chance, viel Selbstvertrauen für den WM-Start in der Türkei gegen Argentinien (28. August) zu tanken.

"Je stärker die Gegner, desto mehr können wir lernen und uns verbessern", sagte Bauermann vor den Härtetests am Freitag gegen Kroatien (ab 18 Uhr live im TV auf SPORT1 und ab 20.55 im LIVESTREAM auf SPORT1.de), am Samstag gegen Litauen (ab 18 Uhr live im TV auf SPORT1 und ab 20.55 im LIVESTREAM auf SPORT1.de) und am Sonntag (ab 16.25 im LIVESTREAM auf SPORT1.de und ab 19 Uhr live im TV auf SPORT1 und ) gegen WM-Gastgeber Türkei.

"Sind steigerungsfähig"

Mit der Qualität der Gegner haben sich auch die "Bauermänner" bei ihren Vorbereitungsturnieren kontinuierlich verbessert und sich langsam, aber sicher auf WM-Temperatur gebracht. "Aber wir sind noch steigerungsfähig", betonte der Coach.

Große Fortschritte und den "nächsten Entwicklungsschritt" machte die Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) bereits am vergangenen Wochenende bei einem Turnier auf Zypern, wo man gegen Kroatien zwar mit 76:77 verlor, aber immerhin Russland mit 76:73 schlagen konnte.

Umbruch in Kroatien und Litauen

Auch WM-Teilnehmer Litauen und WM-Gastgeber Türkei, auf dem bei der Heim-WM ein großer Druck lastet, proben beim Supercup den Ernstfall.

Erster Gegner der deutschen Mannschaft ist Kroatien, das ebenfalls einen Generationswechsel vollzieht - wie auch Litauen. Doch können die Nationaltrainer dort aus einem großen Reservoir an hochtalentierten und bestens ausgebildeten Nachwuchskräften schöpfen.

Besonders Litauen, dreimal Olympia-Dritter sowie EM-Dritter 2007, konnte den Verlust namhafter Routiniers ohne größere Probleme verkraften. Im aktuellen WM-Kader sticht vor allem ein Spieler hervor: Linas Kleiza (Olympiakos Piräus), der in der kommenden Saison zu den Toronto Raptors in die NBA zurückkehren wird.

Türkei ohne Okur

Die Türken müssen zwar auf den verletzten NBA-Profi Mehmet Okur (Achillessehnenriss) von den Utah Jazz verzichten, doch können sie den Ausfall durchaus kompensieren. Denn auch Hidayet Türkoglu (Toronto Raptors) und Ersan Ilyasova (Milwaukee Bucks) verdienen ihr Geld in der nordamerikanischen Profiliga.

Mit einem 14-köpfigen Kader ohne die beiden NBA-Stars Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) und Chris Kaman (Los Angeles Clippers) gehen die deutschen Korbjäger ihre Standortbestimmung an. Zwei Spieler muss Bauermann noch streichen. Das wird jedoch erst nach den beiden abschließenden Tests gegen Puerto Rico am 20. und 22. August in Halle/Westfalen und Bonn der Fall sein.

"Sind immer noch jung"

"Erfahrung sammeln" hat Bauermann an seine Youngster ausgegeben, denn sieben Akteure des vorläufigen Kaders sind 22 Jahre und jünger.

Demond Greene (31) ist der Oldie, Lokalmatador Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg) mit 20 Jahren der Benjamin im Team. "Wir waren im letzten Jahr jung, und wir sind in diesem Jahr immer noch jung. Die Entwicklung braucht Zeit. Wir sind aber auf einem guten Weg", sagte Bauermann.

Diese Mannschaft werde ihren Höhepunkt voraussichtlich im Jahr 2016 haben, dann seien viele Spieler im besten Basketball-Alter zwischen 26 und 30, so der Bundestrainer weiter: "Bis dahin sind jedoch internationale Begegnungen wie beim hochklassig besetzten Supercup unglaublich wichtig für unsere Spieler."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel