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Steffen Hamanns größter Erfolg im mit Nationalmannschaft war der 5. Platz bei der Europameisterschaft 2007 © getty

Dirk Nowitzki sitzt bei der Niederlage Deutschlands gegen Litauen auf der Tribüne. Am Sonntag wartet WM-Gastgeber Türkei.

Bamberg - Dirk Nowitzki erlebte die zweite Niederlage der deutschen Basketballer beim Supercup in der VIP-Lounge.

Der Star der Dallas Mavericks, der auf Wunsch seines NBA-Teams auf die Teilnahme an der WM in der Türkei (28. August bis 12. September) verzichtet, sah zwar eine engagierte DBB-Auswahl, die sich jedoch am Ende den routinierteren Litauern mit 67:78 (35:40) geschlagen geben musste.

Im dritten Test des Vierer-Turniers in Bamberg trifft die stark verjüngte Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann am Sonntag (ab 19 Uhr live im TV) auf WM-Gastgeber Türkei, der beim 61:72 (27:37) gegen Kroatien ebenfalls sein zweites Turnierspiel verlor.

Körperliche Defizite

Bundestrainer Dirk Bauermann sah im Interview bei SPORT1 die größten Unterschiede im körperlichen Bereich.

"Wir haben das heute von Anfang an besser gemacht als gestern. Aber man muss auch sehen, dass uns sowohl die Kroaten als auch die Litauer physisch und athletisch überlegen sind. Das ist ein klares Defizit, an dem man langfristig arbeiten muss", sagte Bauermann, "gründsätzlich aber können wir mit der Mannschaft zufrieden sein."

"Wir können jeden schlagen"

Für die WM ist Bauermann dennoch zuversichtlich:

"Ich glaube, dass wir jede Mannschaft schlagen können - wenn wir mit der richtigen Einstellung in die Spiele gehen. Wenn wir gegen jeden Gegner alles geben, können wir auch gegen Argentinien oder Serbien eine Überraschung schaffen."

DBB-Team mit gutem Start

Wie schon beim 67:79 am Freitag gegen Kroatien begannen die deutschen Korbjäger vor 5000 Zuschauern äußerst konzentriert und lieferten den Balten im ersten Viertel bei wechselnder Führung einen offenen Schlagabtausch.

Besonders Jan-Hendrik Jagla, dem Bauermann im Auftaktspiel eine Pause gegönnt hatte, setzte sich und auch seine Mitspieler mehrfach sehenswert in Szene.

Der 29-Jährige zählt zu den wenigen erfahrenen Akteuren im WM-Kader.

Rückstand zur Pause

Gegen Litauen verzichtete der DBB-Coach auf Center Tibor Pleiß und Elias Harris.

Doch anders als gegen Kroatien, als man sich in der ersten Halbzeit zwischen der 4. und 8. Minute mit einer 1:21-Serie um den verdienten Lohn brachte, bewahrten die DBB-Youngster dieses Mal kühlen Kopf und gingen mit einem reparablen Fünf-Punkte-Rückstand in die Halbzeitpause.

Kleiza nicht zu stoppen

Nach dem Wechsel erwischte Litauen, das sein Auftaktspiel gegen die Türken 80:77 gewonnen hatte, den besseren Start und zog auf 48:38 davon.

Besonders der körperlich robuste und 2,03 m lange Linas Kleiza, der nach der WM in die NBA zu den Toronto Raptors zurückkehren wird, stellte die deutsche Defensive vor einige Probleme.

Wende gelingt nicht

Mit konzentrierter Abwehrarbeit ließ die DBB-Auswahl den Litauern in der Folge nur wenige Wurfchancen, konnte die Begegnung allerdings nur kurzzeitig wieder offen gestalten.

Angesichts einer komfortablen 58:46-Führung sahen sich die Litauer zu Beginn des Schlussviertels bereits auf der Siegerstraße, doch das kampfstarke DBB-Team gab sich zu keiner Sekunde geschlagen.

Jagla (16), Lucca Staiger und der erst 21 Jahre alte Tim Ohlbrecht (beide 13) waren die besten Schützen der deutschen Mannschaft. Treffsicherster Litauer war Kleiza (16).

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