vergrößernverkleinern
Das DBB-Team von Dirk Bayermann (M.) wurde bei der WM 2006 Achter © imago

Nach den beiden Tests gegen WM-Teilnehmer Puerto Rico wird Dirk Bauermann sein endgültiges zwölfköpfiges Aufgebot benennen.

München - Es sind die letzten Stationen in Richtung Türkei und die letzte Chance, Bundestrainer Dirk Bauermann zu überzeugen.

Eine Woche vor dem Start der WM (28. August bis 12. September) probt die deutsche Nationalmannschaft letztmals den Ernstfall.

Nach den beiden Tests gegen WM-Teilnehmer Puerto Rico am Freitag (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und am Sonntag (16 Uhr) in Bonn wird der DBB-Coach sein endgültiges zwölfköpfiges Aufgebot benennen.

Mit anderen Worten: Zwei Spielern muss Bauermann mitteilen, dass sie das Saison-Highlight mit den Gruppenspielen in Kayseri und der Endrunde in Istanbul nur am Bildschirm miterleben werden.

"Es haben sich einfach alle Spieler wirklich verdient, bis zum Schluss dabei zu sein. Dadurch wird die Entscheidung am Ende sicher nicht weniger schmerzhaft, aber ich möchte dokumentieren, dass wir ein echtes Team sind, das aus mehr als nur den WM-Fahrern besteht", sagte der 52-Jährige.

Drei "Lange" gesetzt

Im Wesentlichen taktische Überlegungen werden Bauermann bei seiner Entscheidung beeinflussen. Es geht in erster Linie in erster Linie um die Anzahl der Aufbauspieler, ohne die Mannschaft unter dem Korb zu schwächen.

Von den "Langen" ist dort unter anderem der Bonner Center Tim Ohlbrecht (21) gesetzt, der sich mit einem "Heimspiel" in Richtung Türkei verabschieden wird.

Ebenso dabei sein werden der Bamberger Youngster Tibor Pleiß (20) und Routinier Jan-Hendik Jagla (29), die beim Supercup in Bamberg am vergangenen Wochenende eine imponierende Reboundstärke bewiesen.

[kaltura id="0_ntnc4qra" class="full_size" title="Nowitzki im Interview"]

Erfolgserlebnis benötigt

Diese wird erneut erforderlich sein, will das junge Team nach den Duellen gegen Puerto Rico mit dem Rückenwind eines Erfolgserlebnisses in die Türkei reisen, wo Ex-Weltmeister Argentinien erster Vorrunden-Gegner ist.

Denn allein auf dem Papier wirkt der Kader von Puerto Rico Respekt einflößend.

Das Star-Duo Carlos Arroyo (Miami Heat) und JJ Barea (Dallas Mavericks) wurde um Renaldo Balkman (Denver Nuggets) ergänzt.

Ärger vor dem Abflug

Damit verfügt das Team von der Karibik-Insel über drei NBA-Akteure, die von hochklassigen Korbjägern wie dem 2,20-m-Riesen Peter John Ramos oder den beiden in Deutschland gut bekannten Filiberto Rivera (einst Quakenbrück und Bamberg) und Nathan Peavy (bisher Quakenbrück) unterstützt werden.

Ärger gibt es allerdings um zwei Guards: Larry Ayuso und Christian Dalmau weigerten sich, mit nach Deutschland zu fliegen.

Grund sind Meinungsverschiedenheiten über die Rolle, welche die beiden Akteure bei der WM spielen sollen.

Souveräne Qualifikation

Unter dem Strich handelt es sich dennoch um eine schlagkräftige Truppe, die in diesem Sommer bereits reichlich Spielerfahrung sammeln durfte.

Anfang Juli gewann das Team von Coach Manolo Cintron die Centrobasket Championship, die Qualifikation für die "FIBA Americas Championship" (ähnlich der Europameisterschaft).

Zuletzt unterlagen die Puertoricaner Gastgeber Argentinien beim "Super 4 Tournament" im Finale mit 79:84.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel