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Tony Parker wurde mit den San Antonio Spurs drei Mal NBA-Champion © imago

Vor der EM-Auslosung ist das Machtgefüge durcheinander geraten: Mazedonien und Lettland sind dabei, Frankreich ist draußen.

Von Michael Spandern

München - Die Auslosung für die EM 2009 verfolgt Dirk Bauermann am Samstag (13 Uhr) weder vor Ort in Warschau noch im Internet.

"Das Ergebnis werde ich dann am Wochenende von unserem Präsidenten oder Generalsekretär erfahren und dies gelassen abwarten", sagt der Bundestrainer Sport1.de.

Welche Gruppen auch immer im Capital Theater ausgelost werden - sie dürften weniger aufregend sein als zwei Basketball-Großmächte, deren Namen auf keinem Zettel in den Lostöpfen steht.

Tony Parker kann's nicht richten

Frankreich, das mehr als ein halbes Dutzend Akteure in der NBA hat, und der olympischen Silbermedaillen-Gewinner 2004 Italien sind in der Qualifikation gescheitert.

Zwar haben Tony Parker und Co., der mit durchschnittlich 26,8 Punkten Topscorer der gesamten Quali war, genau wie die Squadra Azzurra noch die Chance, sich in einem Sechser-Turnier das 16. und allerletzte Ticket zu sichern. Doch der Schock sitzt bei beiden Nationen tief.

"Das ist natürlich Wahnsinn!", staunt Bauermann, dass die Serben und die Bulgaren Italien in der Gruppe A abgehängt haben und Frankreich der schlechteste Zweitplatzierte aller vier Quali-Gruppen ist, da es zweimal gegen die Türkei und zudem in der Ukraine patzte.

Im Topf mit Türken, Slowenen und Kroaten

Stattdessen haben unter anderem Serbien, Mazedonien und Lettland, die gemeinsam mit Gastgeber Polen in Lostopf 3 sind, die Fahrkarte gelöst.

Großbritannien, Sieger der Gruppe D, Israel, Bulgarien und der ausstehende Qualifikant füllen den Topf 4.

Die in der Gruppe C ungeschlagenen Türken sind mit dem Fünft-, Sechst- und Siebtplatzierten der EM 2007 - Deutschland, Kroatien und Slowenien - im Lostopf 2. Dadurch bleibt den Deutschen ein Duell mit den Slowenen, die sie im EM-Viertelfinale 2005 und bei den beiden letzten Begegnungen schlugen, verwehrt.

"Anstrengen, um wettbewerbsfähig zu bleiben"

Auch die vier ersten der kontinentalen Titelkämpfe hatte sich die Quali-Mühle erspart: Titelverteidiger Russland, Weltmeister Spanien, Vizeweltmeister Griechenland und Litauen, Bronze-Gewinner der vorigen EM, sind im ersten Lostopf.

Einen Wunschgegner aus diesem Quartett "gibt es nicht", bekräftigt Bauermann, der sich vielmehr nach unten orientiert: "Dass sich Bulgaren und Engländer qualifiziert haben, zeigt, wie viel auch in diesen Nationen getan wird."

"Das macht es umso dringlicher, dass wir uns furchtbar anstrengen - gerade falls Dirk Nowitzki und Chris Kaman nicht dabei sind - damit wir überhaupt wettbewerbsfähig bleiben."

Er rechnet damit, dass sich Nowitzki (Dallas Mavericks) und Kaman (Los Angeles Clippers) die Entscheidung offen halten, bis die NBA-Saison für ihre Teams zu Ende ist.

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