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Dorothea Richter (l.) spielt seit 2010 beim Erstligisten BG Donau-Ries © imago

Auf den letzten Drücker qualifiziert sich das Wernthaler-Team gegen Ungarn für die EM in Polen. Der Bundestrainer ist begeistert.

Sopron - Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat sich für die am kommenden Samstag beginnende Europameisterschaft in Polen qualifiziert.

Nach dem 59:53-Heimerfolg im Hinspiel (Bericht) siegte das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler in Sopron mit 67:56 (13:17, 20:16, 16:7, 18:16) gegen Ungarn und löste damit das Ticket für die EM.

In Katowitz trifft sie in der Vorrundengruppe C auf Spanien, Polen und Montenegro.

"Ich bin begeistert von meiner Mannschaft. Wer in einem solchen Hexenkessel eine so super Defense spielt, vor dem ziehe ich meinen Hut. Mehr kann ich nicht sagen, aber wir alle sind sehr glücklich, dass es jetzt weiter nach Polen geht", meinte der Bundestrainer nach der Partie.

Wurfpech führt zu Fehlstart

Wernthaler schickte seine bewährte erste Fünf mit Lea Mersch, Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär und Lisa Koop aufs Feld.

Den Dreier von Breitreiner zum Auftakt konterten die Gastgeberinnen schnell zur eigenen 5:3 Führung. Das DBB-Team verfehlte sechs ihrer ersten sieben Wurfversuche aus dem Feld und sah sich nach sechs Minuten mit 5:11 im Rückstand.

Außerdem hatten Breitreiner und Koop bereits je zwei Fouls auf dem Konto. Ungarn machte - unterstützt vom lautstarken Publikum - enormen Druck, aber Deutschland wehrte sich.

Doch nur zwei von vierzehn Würfen fanden ihr Ziel gefunden, bevor Sarah Austmann zum 12:15 traf. Nach zehn Minuten lagen die deutschen Damen mit 13:17 hinten.

Wichtige Zähler von der Freiwurflinie

Zwei Minuten vor der Pause lagen die DBB-Damen durch Punkte von Gläser und Richter plötzlich mit 27:25 in Front. Romy Bär fand immer besser in die Partie, konnte aber den Ausgleich der Ungarinnen nach 20 Minuten nicht verhindern (33:33).

Nach dem Seitenwechsel verpassten beide Teams zunächst viele Chancen.

Ballverluste, Fehlwürfe und Fouls wechselten sich auf der statistischen Anzeige ab, nur selten unterbrochen von erzielten Punkten. Für die sorgten Austmann und Bär von der Freiwurflinie und Koop aus der Nahdistanz, als bereits sieben Minuten im dritten Viertel gespielt waren (45:39).

Vor dem letzten Spielabschnitt hatte sich Deutschland eine solide 49:40-Führung erarbeitet, ein ungarisches Comeback rückte immer weiter weg.

Greunke sorgt für die Entscheidung

Svenja Greunke machte in der 32. Minute die Punkte zum 53:42 und sorgte damit für die Entscheidung. Die Centerin von den Rhein Main Baskets war mit 14 Punkten auch beste deutsche Werferin.

Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 13) und Bär (Challes lex Eaux, 11) punkteten ebenfalls zweistellig.

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