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Bastian Wernthaler ist seit Februar 2010 Bundestrainer der Damen © imago

Gegen Gastgeber Polen, Spanien und Montenegro will die DDB-Auswahl die Qualifikation für die Zwischenrunde schaffen.

Sopron - Sie haben nicht nur die Gegner überrascht, sondern auch sich selbst: Als die deutschen Basketballerinnen am Mittwoch auf den letzten Drücker die Qualifikation für die EM geschafft hatten (Bericht), kannte der Jubel keine Grenzen.

"Damit war einfach nicht zu rechnen, weil die Mannschaft erst neu zusammengestellt wurde. Aber das soll nicht unser letzter Erfolg gewesen sein", sagte Bundestrainer Bastian Wernthaler.

Nach dem 67:56 gegen Favorit Ungarn setzte sich der Außenseiter in Sopron als einzige von zehn Mannschaften in der Qualifikation durch und löste das letzte Ticket für die am Samstag in Polen beginnende Europameisterschaft.

Zuvor war das Team bereits in einem Qualifikationsturnier in Italien erfolgreich. "Ich habe mich mit den EM-Gegnern nicht beschäftigt, unser Fokus lag bisher nur auf Ungarn. Jetzt bleiben uns drei oder vier Trainingseinheiten, um uns auf die Spiele einzustellen", sagte Wernthaler.

Feinjustierung auf der Agenda

Ein Problem sei das nicht, schließlich ist man kurze Vorbereitungszeiten gewohnt. Die Spielerinnen sind fit, und mit einem Videostudium könne man sich auch in der knappen Zeit ausreichend auf die Duelle vorbereiten. Es gehe nur um Feinjustierungen, wie der Coach sagte.

Bereits am Donnerstag machte sich die Mannschaft mit dem Bus von Ungarn auf den Weg ins oberschlesische Kattowitz, wo die Vorrundenbegegnungen ausgetragen werden.

Spanien wartet

Am Samstag (15.00 Uhr) tritt die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in der ersten Begegnung in Gruppe C gegen Spanien an. Am Sonntag (18.00 Uhr) gegen Polen und Montag (12.30 Uhr) gegen Montenegro geht es um die Qualifikation für die Zwischenrunde. Dazu reicht der dritte Platz.

In zwei Sechsergruppen werden danach die acht Viertelfinalisten ausgespielt. Das Finalspiel findet am 3. Juli in Lodz statt und nur der Gewinner qualifiziert sich direkt für das olympische Turnier im nächsten Jahr in London.

Quali als Ziel

"Es sollte unser Ziel sein, die Qualifikation für die nächste Runde zu schaffen. Wir haben uns nicht so gequält, um gleich wieder nach Hause zu fahren", sagte Wernthaler, der die Mannschaft erst im Oktober 2010 von Imre Szittya übernommen hatte und mit dem neu eingeführten Spielstil gleich erste Erfolge feiert. Nach vier Jahren ist Deutschland zum ersten Mal wieder bei dem kontinentalen Titelkämpfen vertreten.

"Spielstil durchziehen"

"Unsere Mannschaft hat ein gutes Fundament und lebt von der schnellen, starken Verteidigung. Wir haben keinen echten Star, sondern wollen unseren Spielstil durchziehen", betonte der in München geborene Rechtsanwalt.

Als Titelverteidiger bei der 33. Frauen-EM tritt Frankreich an, das ebenso wie Rekord-Europameister Russland (13 Titel) zu den Favoriten zählt.

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