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Dirk Nowitzki holte bei der EM 2005 in Serbien mit dem DBB-Team die Silber-Medaille © imago

Der NBA-Champion will seine Teamkameraden über die EM in Litauen zu Olympia 2012 führen. Weniger Hoffnung macht er den BBL-Fans.

München - Die Anzeichen für eine EM-Teilnahme von Superstar Dirk Nowitzki verdichten sich.

Nach dem Lockout in der NBA (Bericht) macht der 33-Jährige seinen Einsatz bei den für die Olympia-Qualifikation wichtigen Titelkämpfen in Litauen vom 31. August bis 18. September (LIVE im TV auf SPORT1) nur noch von seiner Gesundheit abhängig.

"Ich will den anderen nicht die Chance verbauen, an Olympia teilzunehmen. Deshalb möchte ich unbedingt spielen. Vorausgesetzt, ich werde endlich gesund. Seit vier Wochen schleppe ich einen grippalen Infekt mit mir rum. Es bringt nichts, nur halbfit anzutreten", sagte Nowitzki im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Bauermann plant mit "Dirkules"

Auch Bundestrainer Dirk Bauermann geht mittlerweile in seinen Vorbereitungen für Litauen von Nowitzkis Teilnahme aus.

"Ich plane die Spielzüge mit ihm. Dass Dirk kommen will, steht außer Frage", sagte der Coach in der "Bild am Sonntag".

Einen Restzweifel lässt aber auch Bauermann: "Die Frage ist, ob es körperlich geht, ob er sich schnell genug erholt."

Nowitzki im Urlaub

Erholung verschafft sich Nowitzki derzeit im Urlaub an einem unbekannten Ort.

Sein Bedürfnis nach Ruhe nach der strapaziösen Saison und den zahlreichen Feiern für den NBA-Triumph mit den Dallas Mavericks hatte "Big D" zuletzt bei seinem Heimatbesuch in Würzburg mehrfach unterstrichen. 423506(DIASHOW: Dirkules' Triumphzug)

"Ein paar Wochen muss ich ein bisschen ruhiger schalten", sagte Nowitzki: "Die Play-offs waren heftig, ich habe ein paar Kilo verloren. Die Regeneration ist jetzt wichtig."

Gespräch mit Teamchef geplant

Spätestens nach Nowitzkis Urlaub in gut zwei Wochen dürfte Bauermann Klarheit über die sportlichen Pläne seines wichtigsten Spielers bekommen.

"Wenn er zurückkommt, telefonieren wir", beschreibt der Bundestrainer seine Vereinbarung mit Nowitzki.

Im Idealfall könnte der "MVP" der NBA-Finals gegen Monatsende wieder mit dem Training beginnen und dadurch mit der Nationalmannschaft auch schon beim Supercup in Bamberg (19. bis 21. August) antreten.

Euphorie könnte steigen

Bauermann sieht außerdem in Nowitzkis Rolle als Lichtgestalt für den deutschen Basketball eine besondere Motivation für den 127-maligen Nationalspieler zur Fortsetzung der Karriere im DBB-Team.

"Dirk ist ein hochintelligenter Mann, weiß genau, wie wichtig es für den Basketball in Deutschland ist, dass er bei der EM dabei ist. Das würde auch die Euphorie befeuern, die er mit seinen tollen Leistungen losgetreten hat."

Dieser Ehrgeiz treibt Nowitzki tatsächlich um. "Deutschland ist weiterhin ein Fußball-Land. Danach kommen einige andere Sportarten, zu denen ich auch Basketball zähle", sagte "Big D" in Würzburg: "Wir müssen diesen Hype jetzt nutzen, um weiter junge Talente herauszubringen und sie zu fördern."

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"Dirkules" gibt Bundesliga einen Korb

Gerüchte, er werde in der kommenden Saison wegen der gescheiterten Tarifverhandlungen in der NBA bei einem Bundesliga-Verein spielen (Bericht), wies der Würzburger zurück:

"Dazu wird es hoffentlich nicht kommen." 423506(DIASHOW: Dirkules' Triumphzug)

Zum derzeitigen Arbeitskampf zwischen Liga und Spielergewerkschaft sagte der NBA-Champion, er sei "sicher, dass es eine Einigung geben wird und ich noch drei, vier Jahre bei den Mavericks auf höchstem Niveau durchspielen kann, bevor ich meine Karriere in Amerika beenden werde".

Geschenk von Ali

Besonders gefreut habe er sich nach dem Gewinn der NBA-Meisterschaft mit Dallas über ein Päckchen von Boxlegende Muhammad Ali, darin befand sich ein Boxhandschuh mit der Aufschrift: "You are the greatest".

Nowitzki hat sich revanchiert: "Ich habe Ali einen goldenen Basketball mit ähnlicher Widmung zurückgeschickt."

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