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Steffen Hamann wurde 2005 und 2007 mit Bamberg Deutscher Meister © getty

Deutschland unterliegt beim Test gegen Finnland knapp. Trainer Bauermann bietet zwei verschiedenen Teams auf. Ein Bayer glänzt.

München - Die deutsche Nationalmannschaft hat in einem inoffiziellen Test vor der Europameisterschaft in Litauen (31. August bis 18. September, LIVE im TV auf SPORT1) eine knappe Niederlage hinnehmen müssen.

In Hagen unterlag das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann Finnland mit 62:65 (14:10, 23:21, 12:16, 13:18), wobei die Viertel nur einzeln gezählt wurden. Das Gesamtergebnis rückte allerdings durch die vielen Wechsel in den Hintergrund.

So machte Bauermann seine Ankündigung wahr und agierte halbzeitweise mit je sieben unterschiedlichen Spielern. In den ersten beiden Viertel standen Per Günther, Heiko Schaffartzik, Lucca Staiger, Konrad Wysocki, Tim Ohlbrecht, Christopher McNaughton und Robin Benzing für Deutschland auf dem Parktett.

Bester Werfer für die DBB-Auswahl, die noch ohne das NBA-Duo Dirk Nowitzki und Chris Kaman auskommen musste, war der Münchner Steffen Hamann mit elf Zählern vor dem Berliner Duo Schaffartzik und Staiger (je neun). (BERICHT: Endlich das Ja-Wort: Dirkules fliegt zur EM)

Holpriger Start

Beide Teams benötigten viel Zeit, um ins Spiel zu kommen, fanden zunächst keinen Rhythmus.

Kaum ein Wurf traf, und als Tim Ohlbrecht zum 6:6 stopfte, waren bereits mehr als sechs Minuten absolviert. McNaughton und Schaffartzik erhöhten in einer guten Phase zum Stand von 10:6 nach acht Minuten.

Zum Ende des ersten Viertels war auf beiden Seiten noch viel Luft nach oben (14:10). (DATENCENTER: Der EM-Spielpan)

Staiger treffsicher

Im zweiten Spielabschnitt wurde die Partie etwas flüssiger, wurde aber bis zur 14. Minute aber weiter von der Defensive dominiert (19:17).

Zwei Dreier von Staiger fanden ihr Ziel, Benzing traf und wurde dabei gefoult. Nach dem erfolgreichen Bonusfreiwurf lag die DBB-Auswahl mit 25:17 vorne.

[kaltura id="0_x1a0sdxk" class="full_size" title="Nowitzki sagt Ja zur EM"]

Deutsche Defensive zeigt Wirkung

Schaffartzik erhöhte auf 28:17, während die Ganzfeldverteidigung der Deutschen ein ums andere Mal Ballverluste auf finnischer Seite verusrsachte. Staigers dritter Dreier schlug zum 31:17 ein, ehe der deutsche 14:0-Lauf unterbrochen wurde.

Finnland hatte sich erholt und kam bis zur Halbzeit wieder bis auf 35:29 kamen heran.

Zweite Halbzeit, neue Sieben

Im dritten Viertel griff dann Bauermanns "zweite Sieben" ins Spielgeschehen ein. Gegen die schon eingespielten Finnen taten sich die eingewechselten Steffen Hamann, Johannes Herber, Jan-Hendrik Jagla, Tibor Pleiß, Sven Schultze, Philipp Schwethelm und Philip Zwiener zunächst schwer.

Finnland glich in der 26. Minute zum 40:40 aus und übernahm die Führung, bevor die DBB-Akteure auf Betriebstemperatur waren.

Direkte Chance zur Revanche

Hamann netzte kurz vor Viertelende noch einen Fastbreak zum 49:47 ein. So war zwar das Viertel verloren gegangen, aber man lag wieder vorne.

Der letzte Spielabschnitt gehörte dann allerdings wieder den skandinavischen Gästen, die die Führung zurückeroberten und bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand gaben.

Das DBB-Team hat allerdings schon am Freitag die Chance auf eine Revanche: Dann steigt das erste offizielle Testspiel auf dem Weg zur EM.

Nowitzki und Kaman im Anflug

Danach geht es für Bauermanns Team zum Vier-Länder-Turnier in der Türkei. Dort stoßen die beiden NBA-Profis Dirk Nowitzki und Chris Kaman am 16. August zum Team. (BERICHT: Nowitzki stöhnt auch ohne Insel-Qualen)

Drei Tage später werden sie beim Supercup in Bamberg (die deutschen Spiele LIVE im TV auf SPORT1 und alle Spiele im LIVESTREAM). zum ersten Mal auflaufen.

Für Deutschland spielten:

Robin Benzing (5 Punkte), Per Günter, Steffen Hamann (11), Johannes Herber (1), Jan-Hendrik Jagla (2), Christopher McNaughton (4), Tim Ohlbrecht (8), Tibor Pleiß (6), Heiko Schaffartzik (9), Sven Schultze (5), Philipp Schwethelm, Lucca Staiger (9), Konrad Wysocki (2) und Philip Zwiener

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