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Bei der EM 2009 erreichte das Team von Dirk Bauermann Platz 11 © imago

Beim Vierländerturnier in der Türkei entbrennt im Bauermann-Team der Kampf um die EM-Tickets. Nowitzkis Ankunft steht kurz bevor.

München/Izmir - Drei Tage hatten die deutschen Basketballer Zeit, um im Heimaturlaub nochmal in aller Ruhe Luft zu holen.

Doch spätestens seit der Ankunft in Izmir am Dienstag ist die Schonzeit vorbei. In der Vorbereitung auf die Europameisterschaft wird es im Kampf um die begehrten Tickets endgültig ernst.

An der türkischen Mittelmeerküste steht für Dirk Bauermann in diesen Tagen Aussieben auf dem Programm. Vier Nationalspieler streicht der Bundestrainer nach dem Vierländerturnier in Izmir aus seinem Aufgebot.

Nur die Top 10 kommen an der Ägäis durch und dürfen die beiden NBA-Stars Dirk Nowitzki und Chris Kaman zur Endrunde in Litauen (31. August bis 18. September, LIVE im TV auf SPORT1)) begleiten.

Kopf frei für NBA-Duo

"Mit der Ankunft von Dirk und Chris wird sich alles verändern, das darf man nicht unterschätzen", verteidigt Bauermann seine Entscheidung, den EM-Kader frühzeitig auf die endgültige Größe zusammenzuschrumpfen.

Der 53-Jährige will, dass sich die Spieler nicht länger Gedanken über ihre Nominierung machen müssen und die Köpfe frei haben, um sich ganz auf das bevorstehende Zusammenspiel mit dem "zweiköpfigen Monster", wie Bauermann sein schlagkräftiges Duo gerne nennt, konzentrieren zu können.

Supercup mit Nowitzki

Von Donnerstag bis Samstag stehen beim so genannten "World Cup" Duelle mit Serbien, der Türkei und der Ukraine auf dem Programm.

Es sind die letzten drei Länderspiele der knapp sechswöchigen EM-Vorbereitung, die ohne das NBA-Duo über die Bühne gehen.

Kommende Woche stoßen Nowitzki und Kaman vor dem Supercup in Bamberg (19. bis 21. August, LIVE im TV auf SPORT1) zum Team.

Erst in der heißen Phase sind damit alle Mann an Bord.

Leistungssteigerung gefordert

Bis dahin bleibt noch jede Menge Zeit, und die will Bauermann bestmöglich nutzen. "Es geht darum, einen Rhythmus, eine Form und stabile Abläufe zu finden", sagt der Trainer.

Außerdem solle festgestellt werden "wo wir individuell und auch als Team stehen".

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Bauermann erwartet eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Test am vergangenen Freitag gegen Finnland, als man unmittelbar nach dem kräftezehrenden Trainingslager auf Gran Canaria beim 74:79 den Kürzeren gezogen hatte. (BERICHT: Müde ohne das "zweiköpfige Monster")

Duell mit EM-Gruppengegner

Beim Aufgalopp in Hagen waren die Spieler müde, beim Test gegen Serbien am Donnerstag (17 Uhr MESZ) dürften die Akkus wieder voll aufgeladen sein.

Besonders beim Aufeinandertreffen mit dem EM-Gruppengegner wird Bauermann sehr genau darauf achten, "welche Kombinationen funktionieren" oder eben nicht und was "die Spieler in Zusammenhang mit den Anforderungen anbieten". (DATENCENTER: Der EM-Spielpan)

Pleiß angeschlagen

Der Konkurrenzkampf kocht, das zeigte sich bereits in Hagen, als Tibor Pleiß die Teamärzte überreden und trotz seiner Knieprobleme unbedingt spielen wollte.

Doch er hatte keinen Erfolg, das Risiko war zu groß. Pleiß wäre dennoch augelaufen, denn der Center weiß genau wie seine Mannschaftskollegen, dass jede Gelegenheit zur Eigenwerbung kostbar ist.

Kontrahenten als Wundertüte

Bauermann beobachtet in Izmir vor allem seine Spieler genau, zu viele Gedanken über das Niveau der Gegner machen vor der Standortbestimmung ohnehin wenig Sinn.

"Es ist ja eine Art Wundertüte, denn alle Teams haben lange Trainingslager hinter sich", so Bauermann.

"Die Spiele gegen Serbien waren zuletzt immer sehr verbissen, die Türken haben wohl schon alle NBA-Spieler dabei, es ist aber nicht sicher, ob sie in Izmir auch eingesetzt werden. Über die Ukraine kann ich jetzt noch gar nichts sagen."

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