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Dirk Nowitzki (re., mit Chris Kaman) spielt seit 1998 bei den Dallas Mavericks in der NBA © dpa Picture Alliance

Beim Supercup stehen die Wackelkandidaten unter Beobachtung von Coach Bauermann. Sein Bayern-Co Wucherer analysiert den Kader.

Von Michael Spandern

München - Es ist der unangenehmste Teil des Sommers für Dirk Bauermann, wie der Bundestrainer betont:

Das Zusammenstreichen seines Kaders auf zwölf Akteure, die letztlich mit zur EM nach Litauen (31. August bis 18. September, LIVE im TV auf SPORT1) fliegen dürfen.

Zwei mal zwei Akteure hat er bereits aussortiert, aber da beim Supercup (ab Fr., 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) das "zweiköpfige Monster" Dirk Nowitzki/Chris Kaman anfängt, für Deutschland unter den Körben zu wüten, muss er in der kommenden Woche erneut zwei überzählige Spieler bestimmen.

Daher liegt sein Fokus nicht allein darauf, wie die beiden NBA-Stars nach dem langen Einzeltraining in Tritt kommen, sondern auch auf mindestens vier Wackelkandidaten.

Mit Denis Wucherer, der Bauermann bei der EM 2009 und der WM im Vorjahr assistierte und nun beim FC Bayern als dessen Co-Trainer arbeitet, analysiert bei SPORT1 den DBB-Kader. (Zum 2.Teil der Analyse)

Starter Hamann "ein echter Leader"

Spielmacher Nummer 1 dürfte unter Bauermann wie bei den vorausgegangenen Turnieren Steffen Hamann sein, auch wenn er 2010/11 lange verletzt und nur in der ProA aktiv war.

"Das hat er sich über die letzten Jahre erarbeitet. Er hat sich zu einem echten Leader entwickelt", meint Wucherer.

Als sein Ersatz gesetzt ist Wurfkünstler Heiko Schaffartzik, der vor allem bei der EM 2009 als deutscher Topscorer hervorstach.

"Heiko kann Spiele aufgrund seiner Kaltschnäuzigkeit extrem prägen und auch entscheiden", sagt Wucherer. "Er kann aus allen Lagen treffen."

"Zecke" Günther muss bangen

Wucherer glaubt, dass zwei Spieler für die Position des Point Guard nicht genügen, aber womöglich ein Außenspieler im Notfall einspringt.

Das macht Per Günther zum ersten Streichkandidaten - trotz großer Qualitäten: "Per ist eine kleine Zecke, extrem bissig in der Verteidigung und vorne mit relativ wenigen Fehlern", lobt Wucherer.

[kaltura id="0_yupab4nh" class="full_size" title="Nowitzki greift wieder an"]

Herber schon beim Supercup als Regisseur?

Durch ihre Fähigkeit, auch als Playmaker auszuhelfen, haben die Shooting Guards Johannes Herber und Philipp Schwethelm einen Trumpf in ihren Händen.

Bei Schwethelm - im DBB-Team und bei seinem letzten Verein Bremerhaven bisher vorwiegend als Small Forward eingesetzt - "werden sich bestimmt viele wundern, aber wer sich mit seiner Karriere beschäftigt hat, der weiß, dass er zum Beispiel schon in Köln als Playmaker gespielt hat", erläutert Wucherer.

Vor allem Herber werde aber wohl schon beim Supercup auf der Point-Guard-Position getestet, glaubt der 38-Jährige.

Staiger profitiert von Greenes Absage

Dass aber "Albatros" Lucca Staiger, eher ein purer Shooter, schlechte Karten hat, glaubt er nicht. "Staiger ist sehr wahrscheinlich der beste Schütze, kann innerhalb kürzester Zeit ein Spiel drehen. So einen brauchst du in der Mannschaft."

Auch dass der "Albatros" in der abgelaufenen Saison recht wenig Spielzeit in Berlin erhielt, spreche nicht gegen Staiger. "Mangelnde Spielpraxis ist einerseits unangenehm, andererseits sind die Jungs umso heißer, wenn sie merken, dass sie eine Chance kriegen."

Die Absage des sonst als Starter gesetzten Routiniers Demond Greene - ebenfalls ein exzellenter Dreierwerfer - erhöht Staigers Chancen beträchtlich. (Zum 2. Teil der Analyse)

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