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Bereits drei Jahre vor dem Wechsel nach Dallas warb Barca um Dirk Nowitzki © dapd

Im vorletzten EM-Test soll Mazedonien das Dirkules-Team fordern - aber nicht bis zum Äußersten. Der Termin drohte zu platzen.

München - Die Zeit wird knapp, aber die Form immer besser: NBA-Champion Dirk Nowitzki und dem Basketball-Nationalteam bleiben nur noch zwei Länderspiele bis zum Start der EM in Litauen am Mittwoch. 442265(DIASHOW: Der DBB-Kader für die EM)

In den beiden Vergleichen gegen Mazedonien am Freitag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in München und am Sonntag (15 Uhr) in Berlin geht es nicht nur um die taktische Feinabstimmung, sondern auch um das Haushalten mit den eigenen Kräften.

"Wir müssen mit vollen Akkus in das Turnier in Litauen gehen. Wichtig ist, dass vorher keiner in den 'roten Bereich' kommt und schon jetzt zu viel macht. Es müssen alle voll fit sein", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann.

Nur drei Wochen Urlaub für Dirkules

Im Extremfall warten bei einem erfolgreichen EM-Verlauf elf Spiele in zweieinhalb Wochen - ein heftiges und kraftintensives Programm.

Gerade für Nowitzki, der in der abgelaufenen Saison 94 Spiele für die Dallas Mavericks absolvierte und im Anschluss gerade einmal drei Wochen Urlaub einlegte, bevor das Training wieder begann.

Seine Teamkollegen machten im Schnitt nicht einmal die Hälfte der Begegnungen, NBA-Kollege Chris Kaman von den LA Clippers pausierte seit April verletzungsbedingt und ist auch deswegen deutlich ausgeruhter.

Mehr Gegenwehr wünschenswert

Aber Nowitzki lässt die hohe Belastung nicht als Ausrede gelten und stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. "Sein Verhalten ist vorbildlich und verdient sehr viel Respekt", sagte Bauermann.

Es sei wie immer: Der Würzburger steht mit am längsten in der Trainingshalle, hilft seinen Mitspielern und geht mit seinem Fleiß als Vorbild voran.

[kaltura id="0_i1dynmju" class="full_size" title="Deutschland fertigt Bosnien ab"]

Von Testspielgegner Mazedonien erhofft sich Bauermann mehr Gegenwehr als zuletzt beim lockeren 86:64 gegen Bosnien-Herzegowina in Bremen (Bericht). "Es wäre nicht schlecht, wenn sie stärker sind und uns mehr fordern", sagte der Bundestrainer.

Schwierige Suche nach China-Ersatz

Eigentlich wollte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) zweimal gegen China antreten, doch die Asiaten mussten wegen zu vieler erkrankter und verletzter Spieler kurzfristig absagen.

Es sei schwer gewesen, wenige Tage vor der EM noch einen guten Gegner zu finden. "Alle wollen lieber in ihrem eigenen Land testen und nicht raus und groß herumreisen. Das hat die kurzfristige Suche sehr kompliziert gemacht", sagte Bauermann.

Mit den Mazedoniern habe man jedoch eine vernünftige Lösung gefunden.

"Toll als Mannschaft gespielt"

Spielerisch hat die deutsche Mannschaft seit der Ankunft von Nowitzki und Kaman vor neun Tagen einen großen Schritt nach vorn gemacht.

Die Abläufe würden immer besser funktionieren, auch wenn es offensiv wie defensiv noch großes Steigerungspotenzial gebe.

"Die jungen Spieler trauen sich mehr zu und haben sich das Vertrauen der NBA-Profis erarbeitet. Wir haben zuletzt toll als Mannschaft gespielt", sagte Bauermann.

Das ganze Dutzend in der Pflicht

Allerdings nur gegen einen zweitklassigen Gegner wie Bosnien. Ob solche Leistungen auch unter Druck und in Stress-Situationen möglich sind, bleibt abzuwarten.

Wir müssen noch mehr Bewegung in unser Spiel kriegen und dürfen uns keinesfalls nur auf die beiden NBA-Spieler verlassen. Sie werden in Litauen vom Gegner sicher ganz besonders bearbeitet", sagte der Bundestrainer: "Es sind alle zwölf Spieler gefordert."

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