Der ehemalige Nationalspieler Holger Geschwindner, Mentor von Dirk Nowitzki, sieht die Teilnahme des NBA-Stars von den Dallas Mavericks an der EM in Litauen (31. August bis 18. September) skeptisch.

"Das hat er im vorigen Jahr zugesagt. Jetzt muss man schauen, wie das mit dem Finger ist. Das ist alles offen", sagte der 65-Jährige angesichts des Sehnenrisses im Mittelfinger, den sich Nowitzki im ersten Spiel der NBA-Finalserie gegen die Miami Heat zugezogen hatte, in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Aber er hat im vergangenen Jahr gesagt, dass er alles versuchen will", ergänzte Geschwindner. "Die Olympischen Spiele in Peking waren eine tolle Erfahrung. Und er will den nachwachsenden jungen Spielern helfen, diese Chance zu haben, nach London fahren zu können."

Darüber hinaus sieht Geschwindner nur wenig Möglichkeiten, dass Nowitzki bei einem drohenden Tarifstreit und Einstellung des Spielbetriebes in der NBA im Herbst übergangsweise in der Bundesliga spielt.

"Man kann auf dem Level nicht ein Jahr aussetzen und denken, man könnte da weitermachen. Nur trainieren und nicht spielen, das ist wie Soldaten ausbilden und dann sagen: Wir machen keinen Krieg."

Es komme jedoch bei einer Übergangslösung "primär auf das Umfeld an und auf das professionelle Gehabe".

"In Deutschland gibt es ja noch gar keine Mannschaft, die wenigsten annähernd ein solches Umfeld hat wie Dallas. Also müssen ein paar Rahmenbedingungen geschaffen werden", sagte Geschwindner.

Dazu gehöre zum Beispiel die Versicherung gegen eine schwere Verletzung oder sogar Sportinvalidität: "Das sind alles Überlegungen, die von den Vereinen, die angefragt haben, noch gar nicht realisiert worden sind."

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