Der frisch gebackene NBA-Champion Dirk Nowitzki lässt die Entscheidung über seine Teilnahme an der Basketball-EM in Litauen (31. August bis 18. September) weiter offen. "Das Jahr war verdammt lang, und ich habe mich leider auch noch verletzt", sagte der Star der Dallas Mavericks im Interview mit "spox.com": "Ich werde das alles in den nächsten Wochen entscheiden. Ich weiß nicht einmal genau, wann die EM ist."

Am Donnerstag steht für den wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie die Meister-Parade in Dallas auf dem Programm, erst danach will sich Nowitzki anderen Themen zuwenden.

"Ich werde mich hinsetzen und mir den Sommer skizzieren. Vielleicht weiß ich am Wochenende auch schon mehr, was los ist mit der Nationalmannschaft", sagte der 32-Jährige: "Klar ist aber auch: Zwei Wochen am Strand müssen drin sein."

Zumindest der Sehnenriss im linken Mittelfinger, den sich Nowitzki im Finale gegen Miami Heat zugezogen hatte, ist kein größeres Problem. Der gebürtige Würzburger kommt jedenfalls um eine Operation herum.

Nach dem Titelgewinn ist Nowitzki besonders froh darüber, dass sich die alljährliche Schufterei mit Privattrainer Holger Geschwindner in der Saisonvorbereitung ausgezahlt hat.

"Viele Leute haben mir gesagt, dass ich doch verrückt wäre, weil ich mich jeden Sommer in die Rattelsdorfer Halle gestellt und irgendwelche Froschsprünge gemacht habe. Aber wenn ich jetzt zurückschaue, weiß ich, dass es die Mühe wert war. Die Froschsprünge, das Training mit der Bleiweste, einfach alles", so Nowitzki.

Die Kritik in den US-Medien hat Nowitzki in den vergangenen Jahren kalt gelassen: "Es war nie meine Motivation, den Kritikern den Mund zu stopfen. Eigentlich war alles andere nebensächlich außer der eine große Traum, das Ding in der Hand zu halten. Ich wollte nur einmal in der besten Mannschaft der Welt spielen."

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