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Forward Predrag Suput spielt seit 2007 in Bamberg © getty

Berlins Trainer warnt vor dem Pokalduell vor den Brose Baskets. Bambergs Topscorer beißt trotz arger Schmerzen auf die Zähne.

Von Rainer Nachtwey

München/Bamberg - National beherrscht ALBA Berlin derzeit das Geschehen. Mit 18 Siegen aus 22 Spielen führt der Hauptstadtklub die BBL an (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Doch in den kommenden Wochen wartet auf den Pokalsieger ein straffes Programm, bei dem sich zeigen wird, ob die nationale Dominanz und der Tanz auf drei Hochzeiten weitergehen.

Vor dem BBL-Topspiel am Samstag (ab 19.45 Uhr LIVESCORES und live im DSF) gegen Bonn reisen die Berliner zum Pokalviertelfinale nach Bamberg (Mi., ab 19.30 Uhr LIVESCORES).

In "Freak City" geht es für den Titelverteidiger um den Einzug ins Top 4 in Frankfurt (10. und 11. April).

Spiel mit Europapokalcharakter

Mit Gastgeber Frankfurt Skyliners, BG Göttingen und den Eisbären Bremerhaven, die Bonn auschalteten, stehen die ersten beiden Teilnehmer des Endturniers bereits fest (DATENCENTER: BBL-Pokal).

"Für uns kommt die Begegnung mit den Brose Baskets einem Eurocup-Spiel gleich", sagt Luka Pavicevic vor dem Duell mit dem Meister von 2005 und 2007. "Aber das Spiel hat noch eine besondere Note, schließlich entscheidet es über den Einzug ins Top 4."

Pavicevic warnt vor Bamberg

Trotz des deutlichen Abstands der Berliner auf den Tabellensiebten (fünf Siege bei einem Spiel weniger) haben die Gäste großen Respekt vor den Bambergern. "Wer das Last16 im Europacup erreicht hat, hat auf dem Weg dorthin schon einige echte Prüfsteine gemeistert", führt Pavicevic aus.

Zumal die Atmosphäre in der Jako-Arena eine ganz spezielle ist. "Das ist einer der heißesten Homecourts in Deutschland. Es war noch nie leicht, in Bamberg zu gewinnen", sagt der Berliner Coach.

"Wir müssen extrem konzentriert und wachsam, eben mit einer Do-or-Die-Motivation in dieses Pokalspiel gehen."

Suput ist angeschlagen

Die Favoritenrolle haben dennoch die Berliner inne. "Berlin hat über die gesamte Saison Konstanz bewiesen", sagt Bambergs Trainer Chris Fleming. "Sie haben offensiv und defensiv eine sehr konsequente Spielweise und klar verteilte Rollen. Die individuelle Qualität der Spieler ist unbestritten."

Dennoch geht Fleming optimistisch in die Begegnung. Zumal Topscorer Predrag Suput (14,6 Punkte im Schnitt) trotz Rückenbeschwerden mit von der Partie ist.

"Die Ärzte arbeiten Tag und Nacht an ihm. Er wird spielen", vertraut Fleming auf die medizinische Abteilung.

Bamberg sucht das Spiel unter dem Korb

Wie Bamberg gegen ALBA zum Erfolg kommt, weiß Fleming: "Ohne verbesserte Reboundarbeit geht?s nicht. Ich erwarte fünf beteiligte Bamberger bei jedem Rebound."

Dass die Arbeit unter den Brettern das Spiel entscheiden dürfte, weiß auch Pavicevic. "Die Bamberger suchen die einfachen Punkte in Korbnähe", hat der ALBA-Coach beim Gegner ausgemacht.

Durch das Spiel unter dem Korb ergeben sich besonders für die Bamberger Chancen von außen. Und die wissen die Gastgeber zu nutzen.

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Mit neun versenkten Dreiern pro Spiel führen sie die BBL-Statistik an und mit einer Quote von 39 Prozent sind sie das zweitbeste Team von der Dreierlinie.

Neues Spiel, neues Glück

Gute Erinnerungen an Duelle mit ALBA haben die Bamberger jedoch nicht. Das letzte Aufeinandertreffen im Pokal entschieden die Berliner vor knapp vier Jahren mit 85:73 im Endspiel.

In der Hinrunde verloren die Brose Baskets das Spiel mit 44:62 und bereits nach fünf Minuten Point Guard John Goldsberry. Der Aufbauspieler hat seine Verletzung überwunden und die Niederlage vom 8. November längst abgehakt: "Das liegt hinter uns. Neues Spiel, neues Glück."

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