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Vergebliches Hoffen: Für Tibor Pleiß (r.) und die 99ers war in Weißenfels Endstation © getty

Ein Zweitligist kämpft die Kölner nieder. Auch das Derby in Ludwigsburg wird zum Thriller. Der vermeintliche Siegkorb zählt nicht.

Von Tobias Schröter

Aus und vorbei: Der dreimalige Cup-Gewinner Köln 99ers hat sich in der ersten Hauptrunde des BBL-Pokals gründlich blamiert.

Der Erstligist unterlag beim klassentieferen Mitteldeutschen BC 52:59.

Bereits im ersten Viertel untermauerte der Tabellenführer der Pro A seinen Siegesanspruch, spielte sich zwischenzeitlich einen Sieben-Punkte-Vorsprung heraus. Nach wechselnder Führung im zweiten Viertel zogen die Wölfe nach der Pause auf 50:37 davon.

Knapp wurde es trotzdem noch einmal: Bis auf 50:56 kamen die 99ers heran, ehe die überragende Defense der Mitteldeutschen den Sieg über die Zeit brachte. Bester Werfer für den MBC war Wayne Bernhard mit 12 Punkten.

Nördlingen entgeht Pleite nur knapp

Eine Erstrunden-Niederlage gegen einen Zweitligisten nur knapp abwenden konnten die Giants Nördlingen. Beim USC Freiburg stand es bis 44 Sekunden vor Schluss noch 76:76-Unentschieden, ehe der Bundesliga-Aufsteiger die Nerven behielt und die Partie mit 80:79 nach Hause brachte.

Josef Eichler und zwei Freiwürfe von Danny Gibson brachten Giants vier Punkte, so dass ein Dreier von Andre Kramer sechs Sekunden vor Schluss zu wenig für den tapfer kämpfenden USC war.

Kurioser Ein-Punkt-Sieg für Ludwigsburg

Im Schwaben-Derby der Bundesligisten Ludwigsburg und Tübingen überschlugen sich kurz vor Schluss die Ereignisse.

Bereits 27 Sekunden vor Schluss traf Kevin Gibbs für EnBW zum späteren 72:71 entstand. Danach ließen die Walter Tigers zuviel Zeit von der Uhr verstreichen, Michael Haynes traf erst kurz nach Ablauf der 24 Sekunden.

Kurios dabei: Die Schiedsrichter ließen zunächst weiterlaufen, ehe sie Tübingen den Korb nach längerer Beratung wieder aberkannten.

Doch damit war es noch nicht vorbei: Noch bevor Ludwigsburg den Ball wieder ins Spielbringen konnte, kassierte Kevin Gibbs ein Offensiv-Foul, gab den Tigers somit noch eine Möglichkeit zum Ausgleich. Doch auch die blieb ungenutzt.

Double-Overtime in Düsseldorf

Ein Marathon-Match entwickelte sich in einem weiteren Aufeinandertreffen zweier Bundesligisten.

Erst nach zwei Verlängerungen konnten die Giants Düsseldorf das Burg-Wächter Castello gegen die Eisbären Bremerhaven als Sieger verlassen, gewannen dann aber klar mit 114:107.

Vor allem ein Mann führte die Riesen dabei zum Sieg: Scharfschütze Pete Campbell, der von der Dreier-Linie eine unglaubliche Quote von 8/9 erreichte.

Auch Guard T.J. Carter hatte maßgeblichen Anteil, er erzielte in der zweiten Verlängerung satte acht Punkte. Hinzu kam ein spektakulärer Buzzer-Beater von Brendan Winters.

Vier Favoritensiege

Nach zähem Start keine Probleme hatten die Paderborn Baskets gegen Regionalligist SC Rist Wedel, gewannen schließlich klar mit 98:65.

Bereits am Dienstag schleppte sich ratiopharm Ulm gegen Zweitligist Bayern München in die nächste Runde. Eine treffsichere Offense machten die müden Beine der Verteidigung nach den Spielen in Gießen und Berlin wieder wett, am Ende behielten die Ulmer mit 92:89 die Oberhand.

Deutlicher fiel der Sieg von Bundesligist LTi Gießen 46ers gegen das Pro-A-Team Science City Jena aus. 77:58 hieß es am Ende für die Hessen.

Ebenfalls sicher zogen die New Yorker Phantoms Braunschweig ins Achtelfinale ein, besiegten die SOBA Dragons Rhöndorf mit 102:84.

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