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McElroy (l.) und Jenkins werden seit 24. Januar von Muli Katzurin trainiert © imago

Berlins Negativserie hält trotz Trainerwechsels an. Dennoch sieht der Teammanager bei der Pokal-Niederlage Fortschritte.

Berlin - Die Krise bleibt, der Titel ist weg: ALBA Berlin hat seine enttäuschende Saison um ein trauriges Kapitel erweitert und sich aus dem Pokalwettbewerb verabschiedet.

Auch unter dem neuen Trainer Muli Katzurin lässt in Berlin die Wende auf sich warten, in der Qualifikation für das "Top 4" in Bamberg unterlag der achtmalige Meister mit 80:84 (42:46) bei den Artland Dragons Quakenbrück.

Drei Siege hätten ALBA gereicht, um den Pokal zum siebten Mal nach Berlin zu holen, doch die ehemalige deutsche Nummer eins rutschte auch auf dem schnellsten Weg zu einem Titel aus.

Bei der Endrunde ist man wie im Vorjahr nur Zuschauer, ALBA steht sich weiterhin selbst im Weg.

Vorsprung leichtfertig verspielt

Mit acht Punkten führten die Gäste im Schlussviertel und fanden doch wieder einen Weg zu verlieren.

"Man kann keine Spiele gewinnen, wenn man die Punkte nicht macht", ärgerte sich Katzurin. Zuvor hatte seine Mannschaft mit Fehlwürfen in Serie den Vorsprung leichtfertig verspielt. Statt endlich mal wieder einen Erfolg zu feiern, musste Katzurin den Gegner loben: "Artland hat schlau gespielt." (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Knapp zweieinhalb Wochen ist Katzurin jetzt im Amt, doch der Nachfolger des gefeuerten Luka Pavicevic hat es bislang nicht geschafft, den Negativtrend in der Hauptstadt zu stoppen.

Fünf Spiele hat ALBA unter dem Israeli wettbewerbsübergreifend absolviert, nur zwei Siege sprangen dabei heraus. Viel zu wenig für die "Albatrosse", die für sich eine andere Rolle beanspruchen.

"Die Mannschaft hat gekämpft"

Trotz der vielen Fehlschläge ist die Saison für die Berliner noch nicht gelaufen. Das wissen auch die Verantwortlichen.

Unter der Woche setzte man deshalb ein Zeichen und trennte sich wegen mangelnder Einstellung von Aufbauspieler Hollis Price. Das Signal kam scheinbar an, Teammanager Mithat Demirel hatte nach der Schlusssirene in Quakenbrück zumindest an der Einstellung nichts auszusetzen

"Die Mannschaft hat gekämpft", sagte der ehemalige Nationalspieler, der in Berlin andere Zeiten erlebt hat und als Spieler mit ALBA fünf Mal den Meistertitel holte. (DATENCENTER: BBL Pokal)

Ende April beginnen die Playoffs

Derzeit ist die Lage ernst, aber nicht aussichtslos.

Im Eurocup hat Berlin als Dritter der Top-16-Runde weiter Chancen auf den Viertelfinaleinzug, in der Beko-BBL bleibt noch Zeit. Erst am 30. April beginnen die Playoffs, bei erfolgreicher Qualifikation bleibt die Chance auf den Titel erhalten - zumindest theoretisch.

Die K.o.-Runde werden die "Albatrosse" kaum verpassen, auch wenn sie am Wochenende durch ihre schlimme Vorstellung beim 64:76 gegen die Telekom Baskets Bonn den dritten Platz an die Artland Dragons verloren.

Mit 28:14 Punkten liegen die Berliner aber deutlich vor dem Tabellenneunten TBB Trier (22:20).

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