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Ansu Sesay holte zwar sechs Rebounds, leistete sich im Finale aber auch vier Turnovers © imago

Nach drei Jahren sind die Berliner zurück auf dem Pokal-Thron: Im Endspiel hängt der Meister die Bonner im zweiten Viertel ab.

Hamburg - Drei Tage nach dem vorzeitigen Scheitern in der Euroleague hat sich der Deutsche Meister ALBA Berlin mit dem ersten Titelgewinn des Jahres rehabilitiert.

Im Pokalendspiel deklassierten die Albatrosse die Telekom Baskets Bonn mit 69:44 (34:22) und holten sich zum sechsten Mal den "Pott".

Dagegen warten die Bonner, die schon 2005 im Cupfinale gescheitert waren, weiter auf den ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte. (DATENCENTER: Pokal-Ergebnisse)

Koch nicht allzu enttäuscht

"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Das ist ein großartiger Erfolg, den sich die Spieler mit starken Leistungen im Halbfinale und vor allem im Finale verdient haben. Der Schlüssel zum Erfolg war unsere Aggressivität und die gute Rebound-Quote", sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic.

Beim Bonner Trainer Michael Koch hielt sich die Enttäuschung derweil in Grenzen: "Ich habe als Spieler viel erlebt - Siege und Niederlagen. Deshalb sehe ich diesen zweiten Platz durchaus als etwas Ehrenhaftes an."

Der Ex-Nationalspieler bemängelte vor allem die Korbausbeute seiner Mannschaft: "Mit unseren schlechten Wurfquoten hatten wir in diesem Spiel nichts zu holen."

Jenkins trägt den Zwischenspurt

In der Neuauflage des letztjährigen Meisterschaftsfinals konnte der "Vize" nur in den Anfangsminuten seine Hoffnung auf eine erfolgreiche Revanche nähren.

Die Berliner verloren zwar das erste Viertel mit 10:12 und gerieten nach einem Dreier von Johannes Strasser noch weiter in Rückstand.

Doch mit einem 24:7-Zwischenspurt gelang den Hauptstädtern, die zuletzt 2006 den Cup geholt hatten, noch vor der Pause die Vorentscheidung. In dieser Phase erzielte Topscorer Julius Jenkins zwölf seiner 25 Punkte.

Kein Mittel gegen aggressive "Albatrosse"

Die Rheinländer, für die Ken Johnson (13 Punkte) und Earl Jerrod Rowland (10) am erfolgreichsten waren, kämpften sich zwar im dritten Abschnitt noch mal auf 35:42 heran (29.). Aber im Schlussviertel (9:24) gelang dem von Michael Koch trainierten Vizemeister kaum noch etwas. (Die Stenogramme)

Das Team von Pavicevic zeigte sich gut erholt von der herben 57:75-Schlappe am Donnerstag gegen den FC Barcelona, die alle Hoffnungen des Hauptstadtklubs auf den Viertelfinaleinzug auf internationalem Parkett zunichte gemacht hatte.

Vor allem gegen die aggressive Deckung der Berliner fand Bonn über weite Strecken kein Mittel.

Frankfurt holt Platz 3

Im kleinen Finale setzten sich zuvor die Frankfurt Skyliners mit 73:69 (29:41) gegen Außenseiter Giants Düsseldorf durch und sicherten sich damit Platz drei. In den Halbfinals am Samstag hatte Alba gegen Frankfurt 81:69 gewonnen (ALBA kämpft sich ins Finale), während Bonn die Giants mit 83:62 ausschaltete.

Vorjahressieger Artland Dragons Quakenbrück war bereits im Achtelfinale gescheitert.

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