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Tyson Chandler (M.) wechselte in der Offseason von Charlotte nach Dallas © getty

Coach Krzyzewski siebt vor der WM beim Team USA noch aus. Beim ersten Test drehen zwei Wackelkandidaten auf, Evans schaut nur zu.

Von Michael Spandern

München - Vom "Redeem Team", das 2008 Wiedergutmachung betrieb und Olympia-Gold für die USA holte, ist nur noch der Trainer übrig.

Das aber dämpft die Erwartungen im Mutterland des Basketballs keineswegs: Auch mit einem B-Kader soll Mike Krzyzewski bei der WM in der Türkei (28. August bis 12. September) Gold holen.

Doch Coach K gehen die Big Men aus: Zuletzt sagten All-Star David Lee und 100-Millionen-Dollar-Mann Amare Stoudemire zwei fest eingeplante Hochkaräter ab.

McGee nur inoffiziell im Kader

Es verbleiben an Centern Brook Lopez und der jüngst zu den Dallas Mavericks getauschte Tyson Chandler, die ihren Platz ebenso sicher haben dürften wie die Power Forwards Kevin Love und Lamar Odom. Chandler darf sogar auf einen Platz in der Startfünf hoffen (Lee fällt für Team USA aus).

Center JaVale McGee von den Washington Wizards durfte zwar mit ins Trainingscamp nach Las Vegas, aber zum offiziellen Kader zählt der 22-Jährige nicht.

Dennoch lief er im ersten teaminternen Kräftemessen, das sein in Blau gekleidetes Team mit 96:114 (44:56) verlor, auf und hat größere Chancen auf ein WM-Ticket als beispielsweise Tyreke Evans.

Erste Streichungen am Montag

Der Rookie des Jahres, der für die Sacramento Kings eine herausragende Saison spielte, schaute wegen eines verstauchten Sprunggelenks nur zu, wie zwei andere Wackelkandidaten auf seiner Position aufdrehten.

Zum einen O.J. Majo, der mit 18 Punkten zweitbester Werfer des Verlierer-Teams hinter Rudy Gay (23) war. Und zum anderen kam bei den Mannen in Weiß Eric Gordon auf 16 Zähler und versenkte vier seiner sieben Dreierversuche.

Doch auch sie könnten dem Überangebot auf den kleinen Positionen zum Opfer fallen, wenn Krzyzewski am Montag vier oder fünf Spieler aus dem 19er-Kader streicht. Kurz vor der WM benennt er dann seinen endgültigen Zwölfer-Kader.

Durant der offensive Fixpunkt

Als Wurfspezialist gegen die gefürchtete Zonenverteidigung steht Stephen Curry von den Golden State Warriors am höchsten im Kurs. Chauncey Billups übernimmt als ehrfahrener Stratege die Rolle, die Mavericks-Spielmacher Jason Kidd in Peking perfekt ausfüllte.

Und dank seiner Vielseitigkeit und seines defensiven Könnens dürfte auch Russell Westbrook gesetzt sein - ganz zu schweigen von seinem Thunder-Kollegen Kevin Durant.

Der NBA-Topscorer stellte mit 28 Punkte und sechs Rebounds im Testspiel binnen 29 Minuten klar, dass er der Fixpunkt in der Offensive ist.

Auch Rondo und Rose auf der Kippe

Bei den Small Forwards (zählt man Durant nicht dazu) haben Gay und Gerald Wallace die Nase vorn. Danny Granger und Andre Iguodala müssen dagegen ebenso wie Power Forward Jeff Green bereits am Montag um ihren Platz bangen.

Rajon Rondo und Derrick Rose müssen sich dann noch keine Sorgen machen, doch womöglich machen diese beiden Spielmacher das prominenteste Opfer der letzten Streichrunde unter sich aus.

Vizemeister Rondo mauserte sich zwar bei den Boston Celtics zu einem der besten NBA-Playmaker, doch seine Wurfschwächen dürften bei Länderspielen, d.h. gegen Zonenverteidigung, noch mehr ins Gewicht fallen.

Und auch Rose (Chicago Bulls), ebenfalls aktueller All-Star, strahlt aus der Distanz keine Gefahr aus und könnte nicht auf die Außenpositionen ausweichen.

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