vergrößernverkleinern
Die Nationalmannschaft Litauens wurde 2003 zum dritten Mal Europameister © FIBA

Der Weltmeister verspielt gegen Litauen 18 Punkte Vorsprung und klebt auf Platz 3 fest. Die Türkei besiegt den Erzrivalen Hellas.

Von Michael Spandern

Weltmeister Spanien hat sich gegen das runderneuerte Team Litauens nach Kräften blamiert und steht wohl bereits im WM-Achtelfinale vor einer hohen Hürde.

Nach der 73:76 (43:35)-Schlappe kleben die Spanier, die nach der Halbzeit 18 Punkte Vorsprung verspielten, in der Gruppe D auf dem dritten Platz fest, den sie nur noch arg theoretisch verlassen können (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Die Litauer stehen nach ihrem dritten Sieg dagegen wie die ebenfalls noch ungeschlagenen Franzosen, die Kanada 68:63 (28:28) in Schach hielten (VIDEO), bereits unter den letzten 16.

Erstmals als Sieger verließen die Neuseeländer um Turnier-Topscorer Kirk Penney (26 Punkte) nach dem 108:76 (51:32) gegen Libanon das Parkett 278679(DIASHOW: Die fehlenden Stars) .

Türken nun alleiniger Spitzenreiter

In der Gruppe C hat Gastgeber Türkei die Euphorie mit dem bisher eindrucksvollsten Erfolg weiter angefacht.

Das Team von Bogdan Tanjevic setzte den Erzrivalen Griechenland mit furioser Defensive matt und untermauerte mit dem 76:65 (41:39) die eigenen Ansprüche (VIDEO).

Die Türken liegen nun mit drei Siegen alleine vor den Griechen und Russland, das beim 72:66 (34:30) gegen die Elfenbeinküste den zweiten Sieg schaffte, aber beinahe Opfer eines spektakulären Ivorer-Endspurts geworden wäre.

Der erste Erfolg gelang Puerto Rico, das sich beim 84:76 (44:37) gegen China den Vorteil im Kampf um den Achtelfinal-Einzug erspielte.

23:5-Run zum Ausgleich

In Izmir machte Litauen den 43:61-Rückstand aus dem dritten Viertel in knapp neun Minuten wett. Jonas Maciulis und Martynas Pocius befeuerten mit 16 Punkten den 23:5-Run der Litauer zum Ausgleich.

Der zu den Toronto Raptors gewechselte Linas Kleiza führte die Balten mit 17 Punkten, darunter zwei verwandelte Freiwürfe sechs Sekunden vor Schluss zum Endstand, und acht Rebounds an (SERVICE: Die WM-Statistiken).

[kaltura id="0_fhw68rnm" class="full_size" title="T rkei bezwingt den Erzrivalen"]

Bei den Spaniern erreichten nur Grizzlies-Center Marc Gasol (18 Punkte, acht Rebounds) und Barca-Star Juan Carlos Navarro (18 Punkte) Normalform. Supertalent Ricky Rubio enttäuschte dagegen mit drei Punkten und zwei Assists.

Rautins fällt verletzt aus

Die Franzosen verdankten ihren Sieg vor allem Nicolas Batum. Der 21-Jährige von den Portland Trail Blazers verbuchte 24 Punkten und sieben Rebounds. Zudem verwandelte die Equipe Tricolore in den letzten 92 Sekunden all ihre sechs Freiwürfe.

Die Nordamerikaner mussten kurzfristig auf ihren Starter Andy Rautins, im Juni von den Knicks im NBA-Draft gezogen, verzichten. Er klagt über Kniebeschwerden.

Kanadas beste Korbjäger waren Levon Kendall (15 Punkte) und Kelly Olynyk (13).

Ilyasova läuft heiß

Die Türken rissen in Ankara das Heft gleich an sich, lagen nur nach Dimitrios Diamantidis' Dreier zum 5:4 in Rückstand.

Milwaukee-Bucks-Profi Ersan Ilyasova lief heiß, traf zwei schwierige Würfe und flog von hinten heran, um Diamantidis' Korbleger ans Brett zu blocken. Ilyasova erzielte 17 seiner 26 Punkte in der ersten Spielhälfte 279764(DIASHOW: Die Stars der WM).

Allerdings brachten Distanzwürfe von Konstantinos Kamaikoglu und Spanoulis Hellas zur Halbzeit wieder ins Spiel.

Asik rupft "Big Sofo"

Ömer Asik eröffnete den dritten Abschnitt mit einem krachenden Dunk aus vollem Lauf, rupfte hinten Griechen-Koloss Sofoklis Schortsanitis weg.

Hidayet Türkoglu versenkte einen weiten Dreier zum 53:43, der bis dato höchsten Führung, Ilyasova verwandelte seinen fünften und sechsten Dreier - ohne einen Fehlversuch. Und Asik dunkte trotz Fouls von "Big Sofo" - 72:54, die Entscheidung.

Beim den Hellenen war Center Ioannis Bourousis mit 15 Punkten und sieben Rebounds der beste Mann.

Blatt stolz auf seine Russen

Die Elfenbeinküste kämpfte sich gegen Russland binnen 79 Sekunden von 55:68 auf 66:68 heran, doch Witali Fridzon sicherte an der Freiwurflinie den Sieg des Europameisters von 2007.

Timofey Mozgov, der zu den New York Knicks in die NBA wechselt, war mit 19 Punkten Topscorer der Partie.

"Wir haben nicht das Team, das um eine Medaille kämpfen kann, aber eines, das hart kämpfen und die Leute zu Hause stolz machen kann", befand Russen-Coach David Blatt.

Peavy gleichauf mit Barea

Die Chinesen verloren indes trotz 24 Punkten und sieben Rebounds von Yi Jianlian, dem Neuzugang der Washington Wizards gegen Puerto Rico.

Im Schlussviertel verzettelte Yi sich allerdings oft in Einzelaktionen. Ex-Mavericks Wang Zhi Zhi kam auf 17 Zähler.

Nathan Peavy von den Artland Dragons half den Mittelamerikanern mit fünf Punkten in Folge, darunter ein Spin Move um Yi und ein Dunk über den NBA-Forward, auf 80:69 davonzuziehen.

Peavy erzielte ebenso wie J.J. Barea (Dallas Mavericks) und Carmelo Lee 13 Punkte. Angel Vassallo war mit 22 Punkten bester Werfer der Mittelamerikaner, für die Renaldo Balkman (Denver Nuggets) mit 10 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double verbuchte.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel