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Vassilis Spanoulis (r.) spielt in der heimischen Liga für Olympiakos Piräus © imago

Die Hellenen wollen Spanien ausweichen - vergeblich. Zwischen der Elfenbeinküste und Puerto Rico gibt es nur Verlierer. Roundup.

Kayseri/Ankara - Im WM-Achtelfinale kommt es gleich zu mehreren heißen Duellen.

Das ist das Ergebnis des letzten Vorrundenspieltags bei der WM in der Türkei.

Während es beim dramatischen Spiel der Gruppe C zwischen der Elfenbeinküste und Puerto Rico trotz eines Siegers nur Verlierer gab, versuchte Griechenland vergeblich Angstgegner und Titelverteidiger Spanien aus dem Weg zu gehen.(DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Das Team USA marschiert derweil von Sieg zu Sieg.

China lacht sich ins Fäustchen

Die Elfenbeinküste gewann in Gruppe C in einer dramatischen Partie gegen Puerto Rico zwar mit 88:79 (39:33).

Doch David Huertas sorgte mit einem Dreier in letzter Sekunde dafür, dass beide Teams das Achtelfinale verpassten und China als Sieger des Dreiervergleichs als Gruppenvierter feststeht.

Mavericks-Spielmacher Jose Barea war zwar mit 19 Punkten (neben sieben Vorlagen) Topscorer der Mittelamerikaner, aber in den letzten 80 Sekunden mit einem Ballverlust, einem verworfenen Dreier und einem Wurf, der abgeblockt wurde, auch der tragische Held.

Nach der 67:66-Führung knapp acht Minuten vor Schluss schaffte es sein Team nicht, die Niederlage wie fürs Weiterkommen nötig unter sieben Punkten zu halten. (SERVICE: Die WM-Statistiken)

Russland schlägt Griechenland

Wehrlose Griechen hofften derweil darauf, dass ihr Pokerspiel aufgeht - vergeblich. Der Vize-Weltmeister von 2006 gab sich in der Gruppe C Russland mit 69:73 (30:30) geschlagen. Weil Spanien in Gruppe D aber dank neuseeländischer Schützenhilfe Platz zwei erreichte, kommt es nun doch schon zur Neuauflage des WM-Endspiels von 2006.

Die Russen, Europameister von 2007, bei denen Center Timofej Mosgow, neu in Diensten der New York Knicks, mit 18 Punkten und vier Rebounds herausragte, treffen dagegen auf Neuseeland.

Spanien vermeidet den Gastgeber

Spanien war nach dem 89:67 (42:37) gegen die bereits zuvor ausgeschiedenen Kanadier mit Gruppenplatz drei schon zufrieden. Damit hatten die Iberer zumindest das Duell mit Gastgeber Türkei vermieden.

Das Team von Trainer Sergio Scariolo wurde letztlich durch den 82:70 (39:25)-Sieg der "Tall Blacks" gegen Frankreich auf Platz zwei gespült. Im Dreier-Vergleich schnitten die Spanier am besten ab, die Neuseeländer lagen letztlich einen Punkt vor Frankreich, dass nun auf die Türken trifft.

Spanien setzte sich gegen die Kanadier im dritten Viertel durch einen 12:2-Zwischenspurt endgültig ab und hatte in Rudy Fernandez von den Portland Trail Blazers und "Seleccion"-Rückkehrer Fran Vazquez (beide 19 Punkte, fünf Rebounds) seine besten Akteure.

Bei den Nordamerikanern kam Kelly Olynyk auf 14 Punkte und Jevohn Sheperd vom Zweitligisten Ballers Osnabrück auf 12.

Team USA mit Weißer Weste

Weiterhin mit Weißer Weste marschiert das Team USA durch das Turnier. Trotz einer schlappen ersten Spielhälfte gewannen die NBA-Profis auch ihr fünftes Match.

Nach dem 92:57 (39:33) gegen Tunesien trifft das Team von Coach Mike Krzyzewski im Achtelfinale am Montagabend erneut auf ein afrikanisches Team, nämlich Kontinentalmeister Angola.

Bei den USA spielte kein Akteur länger als 14 Minuten. Eric Gordon (Los Angeles Clippers) mit 21 Punkten, Kevin Durant und Russel Westbrook (beide Oklahoma City Thunder) mit jeweils 14 waren die erfolgreichsten Korbjäger.

Australien geht US-Boys aus dem Weg

DBB-Schreck Angola, das gegen Australien nie wirklich eine Chance hatte, gelang es nicht, dem Aufeinandertreffen mit den USA aus dem Weg zu gehen. Die Australier siegten deutlich mit 76:55 (39:29) und schlossen die deutsche Gruppe A auf dem dritten Platz ab.

Die "Boomers" um Playmaker Patrick Mills (elf Punkte, drei Assists) übernahmen im zweiten Viertel durch einen 18:3-Run zum 33:25 (17.) die Kontrolle und setzten sich im dritten Abschnitt auf 60:38 ab.

Beste Korbjäger der Angolaner waren Miguel Lutonda und der gegen das DBB-Team nicht eingesetzte Vladimir Jeronimo mit je neun Zählern.

Serbien ist Gruppensieger

Den Gruppensieg im deutschen Pool sicherte sich Serbien durch einen 84:82 (40:39)-Sieg gegen Argentinien. Die Serben treffen nun im Achtelfinale am Samstag auf den Verlierer der Abendpartie zwischen Kroatien und Brasilien, die Argentinier am Dienstag auf deren Gewinner.

Dusko Savanovic, mit 19 Punkten auch bester Scorer seines Teams, brachte die Serben mit einem Drei-Punkt-Spiel zum 34:33 erstmals in Front. Durch den Dreier von Novica Velickovic zogen die Osteuropäer kurz vor Ende des dritten Viertels erstmals auf fünf Punkte weg.

Nach neun Punkten Rückstand kam Argentinien durch einen Dreier von Paolo Quinteros und Scolas Freiwürfe in den letzten zwei Minuten jeweils zum Ausgleich.

Savanovics Distanzwurf 19 Sekunden vor Schluss entschied die Partie. Die Südamerikaner, bei denen Turnier-Topscorer Luis Scola (32 Punkte, sieben Rebounds) erneut herausragte, konnten aber nicht kontern.

Nachbarschaftsduelle im Achtelfinale

Sowohl für Argentinier als auch für die Serben kommt es jetzt zu Duellen gegen die Erzrivalen. Die Serben treffen auf Kroatien, das in Gruppe B gegen Brasilien deutlich mit 74:92 (48:35) unterlag.

Die Argentinier treten gegen den südamerikanischen Rivalen Brasilien an.

Die Achtelfinals in der Übersicht:

Samstag, 4. September: Serbien - Kroatien, Spanien - Griechenland

Sonntag, 5. September: Türkei - Frankreich, Slowenien - Australien

Montag, 6. September: USA - Angola, Russland - Neuseeland

Dienstag, 7. September: Litauen - China, Argentinien - Brasilien

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