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Hidayet Türkoglu verteilt bisher durchschnittlich vier Assists pro Spiel © FIBA

Im Achtelfinal-Duell mit Frankreich setzt der Gastgeber auf seine körperlichen Vorteile. Slowenien trifft auf Australien.

Von Olaf Mehlhose

Istanbul - Der Heimvorteil scheint die Gastgeber zu Höchstleistungen anzuspornen.

Mit fünf Siegen in fünf Spielen gehört die Türkei zu den wenigen Teams, die bei der WM noch ungeschlagen sind (SERVICE: Die WM-Statistiken) .

Vor allem beim deutlichen 76:65-Erfolg über Griechenland zeigte sich das Team um die NBA-Stars Hidayet Türkoglu und Ersan Ilyasova von seiner besten Seite.

Frankreich hingegen musste nach dem tollen 72:66-Auftaktsieg gegen Weltmeister Spanien gegen Litauen und Neuseeland noch zwei Niederlagen hinnehmen und landete schließlich nur auf dem vierten Platz der Gruppe D (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Vorteile unter dem Korb

Im Achtelfinal-Treffen mit den athletisch nicht überragenden Franzosen (ab 19.55 Uhr LIVE im TV) werden die Türken vor allem ihre körperliche Überlegenheit in die Waagschale werfen - in Ilyasova (9) und Asik (8,2) verfügt der Silbermedaillen-Gewinner der EM 2001 über den zweit- und den fünftbesten Rebounder des Turniers.

Und auch Celtics-Akteur Semih Erden (5,8) hat seine Qualitäten unter dem Korb schon nachgewiesen.

Die Franzosen haben in Florent Pietrus (6) und Boris Diaw (5,8) ihre besten Rebounder.

Fünf Scoring-Optionen

Auch im Scoring hat der WM-Gastgeber bisher einen klaren Vorteil.

Während mit Ilyasova (16,5 Zähler), Erden (10,6), Asik (10,2), Türkoglu (9,8) und Öner Onan (9,8) gleich fünf Spieler für eine zweistellige Punktzahl in Frage kommen, hat Frankreich mit Nicolas Batum (12,8) und Mickael Gelabale (12,8) nur zwei.

Diaw besitzt zwar die Athletik, um mit den Türken mitzuhalten. Sein Problem liegt dagegen beim Wurf, weshalb er als beständiger Scorer - zumindest aus der Distanz - nicht in Frage kommt.

Gefährliche Distanz

Aber die Türken verfügen nicht nur über körperliche Vorteile.

Mit Ilyasova, Türkoglu und Onan hat das Team von Bogdan Tanjevic drei äußerst gefährliche Distanzschützen in seinen Reihen.

Insgesamt trifft der Gastgeber 41,3 Prozent seiner Würfe von außerhalb, bei Frankreich sind es nur 34,7.

Fanatisches Publikum

Auch das fanatische Publikum, dass seine Helden über die gesamte Spielzeit fanatisch anfeuern wird, ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Wenn die Türkei weiterhin als Einheit auftritt, sollte dem Einzug ins Viertelfinale nichts im Weg stehen.

Unberechenbare Australier

Im zweiten Achtelfinal-Spiel (ab 16.45 Uhr LIVE im TV) treffen der deutsche Vorrunden-Gegner Australien und Slowenien aufeinander.

Die Australier wussten vor allem beim 78:43-Kantersieg über die DBB-Auswahl und der 72:74-Niederlage gegen Argentinien zu überzeugen.

Allerdings gab es auch schwächere Spiele, etwa den knappen 76:75-Erfolg über den sieglosen Gruppenletzten Jordanien.

Alles läuft über Mills

Das Prunkstück der Australier ist ihre Beweglichkeit, auch bei den Innenspielern wie Kapitän Matt Nielsen (5,4 Rebounds) und David Andersen (8).

In der Offensive läuft fast alles über Point Guard Patrick Mills, der im bisherigen Turnierverlauf, mit durchschnittlich 14 Punkten pro Spiel, als Vollstrecker und Vorlagengeber (4,4 Assists) glänzte.

Slowenien mit starker Vorrunde

Die Slowenen mussten sich nur den NBA-Stars aus der USA mit 77:99 geschlagen geben.

Dafür riefen sie bei den Erfolgen gegen Kroatien (91:84) und Brasilien (80:77) starke Leistungen ab und beendeten die Vorrunde verdientermaßen auf Platz zwei.

Herauszuheben sind bei den Europäern Phoenix-Suns-Akteur Goran Dragic (13 Zähler) und Forward Bostjan Nachbar (12,6), die die Hauptlast beim Scoring tragen.

Da beide Mannschaften über einen sehr ausgeglichen Kader verfügen, gibt es in diesem Duell keinen klaren Favoriten.

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