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Kevin Durant wurde in der vergangenen Saison zum jüngsten Scoring-Champion der NBA © getty

Russland hält im WM-Viertelfinale lange gut mit - doch gegen Topscorer Durant findet das Team von David Blatt kein Mittel.

Von Olaf Mehlhose

München/Istanbul - Die USA haben sich mit einem 89:79 (44:39)- Erfolg über Russland für das WM-Halbfinale qualifiziert.

Allerdings tat sich der Olympiasieger über weite Strecken des Spiels schwer, vor allem spielerisch lief beim Team von Mike Krzyzewski noch nicht alles nach Wunsch (SERVICE: Die WM-Statistiken).

Bester Akteur bei den Amerikanern war Kevin Durant, der neben seinen 33 Punkten auch mit einigen spektakulären Aktionen in der Defensive glänzte.

Bei Russland verdienten sich Sergej Bykow (17 Punkte) und Andrej Worontsewitsch (14 Punkte, 12 Rebounds) Bestnoten (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

In der Vorschlussrunde treffen die USA nun auf Litauen (Sa., ab 17.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1), dass sich mit 104:85 gegen Argentinien durchsetzte.

Russland zu Beginn auf Augenhöhe

Die Amerikaner taten sich von Beginn an schwer mit der gut eingestellten Defensive der russischen Mannschaft. Die "Sbornaja" versuchte die NBA-Stars durch betont körperliche Spielweise, nicht zu einfachen Punkten kommen zu lassen.

Bei einigen Offensiv-Aktionen war dem russischen Team der Respekt vor der Athletik der US-Amerikaner allerdings deutlich anzumerken.

Doch durch geduldiges und gut organisiertes Spiel ging das Team von David Blatt kurz vor Ende des Viertels mit 25:22 in Führung. Durant gelang aber mit einem Drei-Punkte-Spiel noch der 25:25-Gleichstand.

Durant unstoppable

Im zweiten Abschnitt hatte Russland den besseren Start. Nach einem Distanzwurf und einem Korbleger von Bykow lag die "Sbornaja" Mitte des Viertels mit 35:30 vorne.

Durch deutlich verbesserte Defense übernahmen dann aber die USA das Kommando. Nach einem 14:4-Run ging der Turnierfavorit mit einer 44:39-Führung in die Pause.

[kaltura id="0_gyx7t580" class="full_size" title="USA bleibt auf Final Kurs"]

Vor allem Durant zeichnete sich in dieser Phase durch einige starke Einzelaktionen aus, gegen die der Europameister von 2007 kein Gegenmittel hatte.

Trefferquote geht runter

In der zweiten Hälfte konnten sich die russischen Spieler immer seltener gegen nun aggressivere Verteidigung der Amerikaner durchsetzen, auch die Distanzwürfe fanden jetzt nicht mehr so oft ihr Ziel wie zuvor.

Chauncey Billups baute den Vorsprung mit einem verwandelten Dreier zwischenzeitlich auf 53:45 aus.

Wenig Später schloss Russell Westbrook ein Fastbreak mit einem krachenden Dunking zum 58:47 ab - die erste zweistellige Führung.

Wenig spielerische Qualität

Doch auch in der zweiten Hälfte war bei den Amerikanern viel Stückwerk dabei - die Mehrzahl der Punkte erzielte die Mannschaft dank ihrer individuellen Klasse. Vor allem Derrick Rose verpasste ein ums andere Mal das Abspiel auf den besser postierten Mitspieler.

Tyson Chandler beendete den dritten Spielabschnitt mit einem Layup zum 70:56.

Billups und Westbrook stark

Im letzten Viertel brachten die USA den Vorsprung souverän über die Zeit, suchten aber nicht mehr mit letzter Konsequenz den Abschluss.

Dadurch gelang es der russischen Mannschaft, den Rückstand einigermaßen in Grenzen zu halten.

Neben Durant gefielen bei den Amerikanern noch Billups (15 Punkte) und mit einigen Abstrichen Westbrook (13).

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