Durant ist nebst Antreiber Westbrook Gold wert für die USA und steht für eine neue Tendenz, die auch den Deutschen Hoffnung macht.

Die USA kann auch mit einem B-Team Weltmeister werden - und das überzeugend?! Falsch.

Denn auch wenn die Olympiasieger von 2008 samt und sonders fehlten, auch wenn zehn der elf ins First, Second oder Third Team der NBA gewählten Amerikaner nicht dabei waren: Der eine Superstar drückte dem Turnier seinen Stempel auf (280562Bilder).

Kevin Durant ist der unumstrittene MVP der WM, und in den Augen der Buchmacher auch wertvollster Spieler der anstehenden NBA-Saison.

Er machte im Angriff den Unterschied und war der Go-to-Guy, wenn die USA mal nicht durch Schnellangriffe oder nach Offensivrebounds punkten konnten. (VIDEO)

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Die Welt ist thunderstruck, nachdem sie den Schlaks der Oklahoma City Thunder bereits mit 21 Lenzen als ausgereiften Prototyp eines Flügelspielers der 2010er-Jahre erlebt hat.

Und mit seinem Thunder-Kollegen Russel Westbrook hatten die USA auch noch den besten Bankspieler der WM - auch wenn Kroatiens Marko Popovic oder Serbiens Dusko Savanovic deutlich mehr Punkte pro Spiel beisteuerten.

Westbrook war drittbester Punktesammler, Vorlagengeber und Balldieb der Amerikaner - und der unverzichtbare Antreiber, wenn in der Defensive die Intensität nachließ.

Durant und Westbrook - zwei Backcourt-Spieler, aber kein Spielmacher. Deren zuletzt überragende Bedeutung ist bei diesem Turnier relativiert worden. Eine Tendenz, die den Deutschen aufgrund ihrer anhaltenden Probleme auf dieser Position etwas Hoffnung machen könnte.

Die Spielmacher der Medaillengewinner heißen Chauncey Billups, Kerem Tunceri und Mantas Kalnietis - und spielten allesamt keine überragende WM.

Dafür standen ihnen mit Durant, Hidayet Türkoglu und Martynas Pocius jeweils Allrounder mit Ordnungs- und Führungsqualitäten zur Seite.

Allerdings sind eben solche Spieler für die Positionen 2 und 3 in Deutschland ebenso rar wie Spielmacher von internationalem Format.

Obwohl der Serbe Milos Teodosic zum besten Playmaker der WM gewählt wurde, hatte der beste Assistgeber Pablo Prigioni größeren Anteil am guten Abschneiden seines Teams.

Bei seiner wohl letzten WM führte er die Argentinier auf den fünften Platz. Angesichts der Stärke und des Willens von Prigioni, Luis Scola und Carlos Delfino dürften sich die Südamerikaner am meisten über das Fehlen ihrer übrigen Stars ärgern.

Bei der von Absagen geprägten WM hätten sie mit ihrer Spitzenkraft Manu Ginobili und Vorkämpfer Andres Nocioni, die angeschlagen ihren Verzicht erklärten beziehungsweise vom NBA-Klub zum Verzicht gezwungen wurden, große Chancen sogar auf den Titel gehabt.

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