Spielerproteste auf dem Parkett, massive Polizeieinsätze und eine geräumte Halle: Der nach einem Streik um eine Woche verschobene Saisonstart in der griechischen Basketball-Liga ist unter chaotischen Verhältnissen über die Bühne gegangen.

Zum Ausstand war es gekommen, weil die Profis wegen des Streits um ausstehende Gehälter und den Versicherungsschutz protestieren. Als Konsequenz verschoben die Verantwortlichen der Liga die Saisoneröffnung und wurden am Wochenende Zeugen seltsamer Szenen.

Während es überwiegend ausländische Spieler waren, die den Streik brachen und zur Tat schritten, standen die griechischen Profis an der Seitenlinie und beobachteten das Geschehen.

Einige der weiterhin streikenden Spieler betraten dann aber doch das Parkett und ließen es sich nicht nehmen, ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. So wurde in Athen eine Sitzblockade auf dem Spielfeld veranstaltet, die Polizei musste vor dem Spiel das Parkett räumen. In Saloniki verwies die Polizei das komplette Publikum der Halle, weil die Schiedsrichter der Auffassung waren, die Stimmung in der Menge sei zu aggressiv.

Der Streik wurde gebrochen, nachdem die Verantwortlichen der Liga den Profis unter der Woche mit hohen Geldstrafen und der Auflösung ihrer Verträge gedroht hatten, sollten sie den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen. Die Spielergewerkschaft, die sich mit 151:24 Stimmen für den Arbeitskampf entschieden hatte, will jetzt entscheiden, ob weiterhin gestreikt werden soll.

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