ALBA Berlins Geschäftsführer Marco Baldi sieht das frühe EM-Aus der deutschen Basketballer als "verpasste Chance" und hat den Auftritt des Teams von Bundestrainer Frank Menz kritisiert.

"Es war von außen betrachtet keine geschlossene Mannschaft mit einer klaren Intention, in der eine große begeisternde Atmosphäre war, in der man sich gegenseitig in schwierigen Situationen angestachelt hat", sagte Baldi der am Dienstag nach dem deutschen Scheitern in der Euro-Vorrunde in Slowenien.

Es werde zwar keinen Imageschaden für den Basketball in Deutschland geben, "aber es wurde eine Chance, die da war, nicht genutzt", betonte Baldi.

"Die Aufwärtsbewegung, die der Basketball besonders durch die Liga seit einigen Jahren stark nimmt, wurde nicht unterfüttert."

Die deutsche Mannschaft war bei dem Kontinentalturnier mit zwei Siegen in fünf Spielen erstmals seit 18 Jahren wieder in einer EM-Vorrunde gescheitert.

Die Ausgangslage war nach Ansicht von Baldi durch die geringen Erwartungen gut.

"Die Frage ist, was passiert, wenn der Druck hoch ist. Wie ist der Geist des Teams, wenn es mal durchhängt. Da hat jeder einen Anteil dran, natürlich auch der Trainer", meinte der Geschäftsführer des Berliner Bundesligisten auf die Frage nach der Rolle von Menz.

"Frank ist ein sehr guter Trainer mit klaren Vorstellungen, der seine Lehren daraus ziehen wird."

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