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Jonas Reckermann holte sich mit Julius Brink als erstes europäisches Duo den WM-Titel © imago

Im Interview spricht Beachvolleyballer Jonas Reckermann über die starke Saison und den Reiz der Deutschen Meisterschaften.

Von Dustin Werk

Timmendorfer Strand - 2009 ist das Jahr von Jonas Reckermann. Der Blockspezialist ist erstmals mit seinem Partner Julius Brink die Nummer eins der Beachvolleyball-Welt.

Dabei war es zunächst fraglich, ob das neue Team ihre früheren Erfolge wiederholen können wird.

Immerhin war Reckermann mit seinem Partner Mischa Urbatzka die Nummer vier der Welt, Brink zusammen mit Christoph Dieckmann sogar die Nummer zwei.

Dass diese Platzierungen noch zu toppen sind, haben Reckermann/Brink in diesem Jahr bewiesen. Der Höhepunkt der diesjährigen Saison war dabei sicherlich der Gewinn der Weltmeisterschaft in Stavanger.

Am Wochenende holten sich beide im Beachvolleyball-"Mekka" Timmendorfer Strand auch noch die deutsche Meisterschaft .

Im Sport1.de-Interview spricht Jonas Reckermann über den besonderen Charme der DM, das unglaubliche Jahr 2009 und die Ziele für die Zukunft.

Sport1.de: Weltmeister, Weltrekordler und Weltranglistenerster - wie groß ist da ihr persönlicher Stellenwert für die Deutsche Meisterschaft?

Jonas Reckermann: Die DM hat schon einen ganz speziellen Stellenwert. Es ist ein super Ereignis, schon ein richtig traditionelles Event. Außerdem haben uns so schon so viele Teams und Fans zu unserem WM-Titel gratuliert, und uns während der WM unterstützt und die Daumen gedrückt. Auch auf der nationalen Tour ist der Titel mit so viel Enthusiasmus aufgenommen worden, da wollen wir das natürlich auch ein Stück weit zurückgeben.

Sport1.de: Sie spielen in Rio de Janeiro, Shanghai, Moskau und Marseille und den schönsten Stränden der Welt. Was zeichnet das deutsche Beachvolleyball-Mekka Timmendorfer Strand aus?

Reckermann: Es ist eben noch ein richtiges Strandturnier. Davon gibt es nur noch relativ wenige auf der Weltserie. Ich glaub, näher am Meer als hier in Timmendorf geht gar nicht. Dazu kommt natürlich noch die sehr schön Landschaft. Hier ist ein richtig fachkundiges Publikum, Leute die wirklich Ahnung haben vom Sport und nicht nur Party machen wollen. Ein sehr schönes Gefühl, hier zu sein.

Sport1.de: Sie betonen immer wieder, wie überrascht sie waren, dass es mit Julius Brink sofort so gut lief. Was war denn die eigentliche Zielsetzung vor der Saison?

Reckermann: Gut Spielen! Wir wollten uns verbessern und an uns arbeiten. Wir wussten schon, dass wir vorne mitspielen und vielleicht auch mal ein Turnier gewinnen können. Aber die Konstanz hat uns schon überrascht. Es war nicht ja so, dass wir gedacht hätten, dass wir unter ferner liefen auftreten würden. Aber, dass wir gleich solche Serien starten und gleich fünf oder sechs Turniere gewinnen, hätte ich nicht gedacht.

Sport1.de: Wie sieht die Zielsetzung für das nächste Jahr aus? Kann man erwarten, dass es so weitergeht?

Reckermann: Ja, ich sag mal so, wenn wir uns nicht verletzten, glaube ich nicht, dass wir schlechter spielen werden nächstes Jahr. Ob solche Highlights in der Größenordnung dabei rauskommen, ist natürlich zu bezweifeln und auch schwer zu toppen. Schließlich gibt es keine WM im nächsten Jahr. Auch die Nummer eins ist schwer zu verteidigen. Aber, ich glaube, wenn wir unser Spiel weiter verbessern und weiter an uns arbeiten, sind wir schon zufrieden. Wir haben ja auch noch ein mittelfristiges Ziel und das heißt Olympia. Da wollen wir unser bestes Beachvolleyball spielen.

Sport1.de: Inwieweit beeinflusst die neu gewonnene Medienpräsenz ihre Konzentration und Vorbereitung auf die Spiele und Turniere?

Reckermann: Wir versuchen das schon professionell zu gestalten und versuchen das zu ordnen. Wir nehmen nicht alles an und lehnen auch klipp und klar Anfragen ab. Wenn sie mich jetzt vor dem Spiel angesprochen hätten, hätte ich abgelehnt. Da will ich mich vorbereiten. Nach den Spielen ist das meist kein Problem. Für größere Sachen haben wir ein Management, die das für uns planen und organisieren. Da passt das dann schon.

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