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Schon beim Grand-Slam-Finale in Peking zogen die Berliner den Kürzeren © imago

Die Berliner bleiben bei der Beachvolleyball-WM gegen Cerutti/Rego aus Brasilien chancenlos und spielen nun um Platz drei.

Rom - Ein brasilianisches Endspiel in Rom - und die Titelverteidiger müssen zuschauen:

Julius Brink und Jonas Reckermann haben bei der Beachvolleyball-WM ihr Halbfinale gegen Alison Cerutti/Emanuel Rego (Brasilien) 0:2 (15:21, 15:21) verloren.

Die Berliner spielen am Sonntag (ab 17.35 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) im kleinen Finale gegen das lettische Duo Martins Plavins/Janis Smedins um die Bronzemedaille. "Das ist eine Klatsche, aber man muss deren Leistung neidlos anerkennen. Auch wenn es weh tut", sagte Brink.

Rein brasilianisches Finale

Den neuen Weltmeister machen die Brasilianer unter sich aus: Alison und Emanuel treffen im Endspiel (20.45 Uhr) auf ihre Landsmänner Marcio Araujo/Ricardo Santos.

Bei den Frauen kommt es ab 19.35 Uhr zum Traumfinale zwischen den topgesetzten Vize-Weltmeisterinnen Larissa/Juliana (Brasilien) und den Olympiasiegerinnen Misty May-Treanor/Kerri Walsh (USA).

Am vorletzten WM-Tag regierten Samba-Hüftschwung und Copacabana-Feeling auf dem Centre Court im Foro Italico. Lautstark unterstützten die brasilianischen Fans ihre drei Halbfinal-Teilnehmer.

Beeindruckt von den "Monsterblocks"

Brink und Reckermann ließen sich davon nicht beeindrucken - dafür umso mehr von Alisons "Monsterblocks".

Der bärtige 2,02-Meter-Riese punktete von Beginn an konsequent mit seiner immensen Sprungkraft. Immer wieder ballte er danach die Fäuste und versuchte mit einem Urschrei die dröhenende Stadionmusik zu übertönen.

"Es war schwer, an ihm vorbeizukommen. Selbst wenn wir top gespielt hätten, wäre es schwierig geworden. Sie stehen zurecht im Finale", sagte Reckermann.

Auch gegen die Angriffsstärke seines Partners Emanuel fanden Brink und Reckermann kein Mittel. Sie boten insgesamt ihre schwächste Turnierleistung. "Wir müssen das jetzt verdauen, werden uns etwas überlegen und hoffentlich auf dem Podium stehen", sagte Reckermann.

Halbfinal-Einzug bei Mittagshitze

Zuvor waren Brink/Reckermann trotz der Mittagshitze in der italienischen Hauptstadt souverän ins Halbfinale eingezogen.

Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius schlugen sie das Überraschungsduo Grzegorz Fijalek/Mariusz Prudel 2:0 (21:15, 21:16). Es war im vierten Spiel der vierte Sieg gegen die Polen, die ohne Satzverlust das Viertelfinale erreicht hatten.

Der 37 Jahre alte Marcio Araujo und sein nur ein Jahr jüngerer Partner Ricardo besiegten dank ihrer Erfahrung und der außergewöhnlichen Stärke am Netz im Halbfinale Martins/Smedins 2:0 (22:20, 21:16).

Favoritinnen setzen sich durch

Besonders Ricardo sorgte für zahlreiche Punkte durch seine ebenfalls gefürchteten "Monsterblocks", an denen sich im Achtelfinale schon Sebastian Dollinger und Stefan Windscheif die Zähne ausgebissen hatten.

Bei den Frauen setzten sich erwartungsgemäß die Favoriten-Duos durch. Larissa/Juliana schlugen Hana Klapalova/Lenka Hajeckova aus Tschechien 2:0 (21:14, 21:13). May-Treanor/Walsh (USA) zitterten sich zu einem knappen 2:1 (21:17, 15:21, 15:10) gegen die Chinesinnen Xue Xen/Zhang Xi.

Das Spiel um Platz drei beginnt um 16. 35 Uhr.

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