vergrößernverkleinern
Julius Brink und Jonas Reckermann spielen seit 2009 zusammen © getty

Das Duo Brink/Reckermann verabschiedet sich mit einem Erfolg von der Beachvolleyball-WM. Der Titel geht nach Brasilien.

Rom - Jonas Reckermann sank jubelnd zu Boden, Julius Brink dankte dem Publikum über das Stadionmikrofon mit einem "Grazie Roma":

Die beiden Berliner haben bei der Beachvolleyball-WM ihre zweite gemeinsame Medaille geholt. Nach dem Titelgewinn vor zwei Jahren in Stavanger wurde es diesmal Bronze. Im kleinen Finale schlugen Brink/Reckermann das lettische Duo Martins Plavins/Janis Smedins knapp mit 2:1 (22:20, 18:21, 15:11).

"Wir wollten diese Medaille unbedingt. Das ist ein Riesenerfolg. Wir haben gekämpft bis zum Umfallen", sagte Reckermann 418767(DIASHOW: So sexy ist die Beachvolleyball-WM).

Gold geht nach Brasilien

Die Goldmedaillen gingen an brasilianische Teams: Alison Cerutti und Emanuel Rego schlugen im Finale ihre Landsleute Marcio Araujo/Ricardo Santos 2:0. Bei den Frauen triumphierten Larissa/Juliana 2:1 über die Olympiasiegerinnen Misty May-Treanor/Kerri Walsh (USA).

Bronze holten die Chinesinnen Xue Xen/Zhang Xi. Beide Weltmeister-Duos erhalten 60.000 US Dollar (41. 900 Euro) Siegprämie und 1.000 Weltranglistenpunkte.

Brink und Reckermann werden mit 35.000 US-Dollar (24.400 Euro) und 800 Punkten belohnt.

Dritte Medaille für Brink

Für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) ist es das dritte Edelmetall bei einem Beach-Weltturnier. Jedesmal war Brink beteiligt: Vor dem Gewinn der Goldmedaille 2009 hatte der 28-Jährige 2005 bei der Heim-WM in Berlin mit seinem damaligen Partner Kjell Schneider ebenfalls Bronze geholt.

"Es ist immer schön sich zu quälen, wenn einem etwas wichtig ist", sagte Brink nach dem Drei-Satz-Krimi. Im Foro Italico wurde Brink und Reckermann nicht nur aufgrund der wieder einmal hohen Temperaturen richtig eingeheizt. Von Beginn an zwangen Plavins/Smedins die beiden zu Schwerstarbeit.

Lettische Gummiwand

"Ein sehr spielstarkes Duo, wir mussten sie niederkämpfen", sagte Reckermann.

Wie von einer Gummiwand prallten die Bälle von den flinken Letten zurück. Den zweiten Durchgang dominierten lange Zeit Plavins und Smedins, die mit einigen akrobatischen Einlagen bis auf sechs Punkte davonzogen.

Brink und Reckermann fanden zwar ihren Rhythmus wieder, doch den Satz konnten sie nicht mehr umbiegen. Im dritten Durchgang spielten Brink und Reckermann dann ihre Routine aus.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel