Geschockt zeigte sich der WM-Dritte Jonas Reckermann von der Nachricht des positiven Dopingtests bei seinem brasilianischen Kontrahenten Pedro Salgado.

"Als uns die Nachricht heute Morgen erreichte, waren wir natürlich geschockt. Solange jedoch die B-Probe den Befund der A-Probe nicht bestätigt, was ich hoffe, gilt natürlich auch für Pedro die Unschuldsvermutung", sagte der Berliner am Rande des World-Tour-Turniers in Moskau.

Dort war er am Donnerstag mit seinem Partner Jonas Brink in die erste K.o.-Runde eingezogen.

Bei einem Dopingtest am 30. Mai in Rio de Janeiro wurden bei Salgado Spuren von Steroiden nachgewiesen. Der 25-Jährige wurde daraufhin vom Weltverband FIVB vorläufig suspendiert.

Trotz des positiven Tests glaubt Ex-Weltmeister Jonas Reckermann nicht, dass im Beachvolleyball flächendeckend gedopt wird.

"Ich war noch nie so naiv zu behaupten, dass Beachvolleyball ein absolut sauberer Sport sei. Ich glaube zwar immer noch, dass unsere Sportart aufgrund des breiten Anforderungsprofils weniger anfällig ist für verbreitete Dopingpraktiken, aber man kann nicht für jeden seine Hand ins Feuer legen."

"Einige sagen jetzt: Der positive Test ist schlecht für unseren Sport. Stimmt meiner Meinung nach nicht! Schlecht ist es, wenn Sportler illegale Substanzen einnehmen - gut, wenn sie erwischt werden."

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