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Bayers Sitzvolleyballer kehren als Weltcup-Zweite aus Port Said zurück © intern

Bayers Sitzvolleyballer unterliegen im Weltcup-Finale Zob-e-Ahan. Trotzdem könnte es die Initialzündung für Deutschland sein.

Von Michael Spandern

München - Bayer Leverkusen ist beim 3. Sitzvolleyball-Weltcup im ägyptischen Port Said erst im Finale gescheitert.

Die Rheinländer von Teammanager Thomas Geerts waren am Donnerstag gegen Zob-e-Ahan aus der iranischen Stadt Isfahan beim 0:3 chancenlos. Zob-e-Ahan blieb im gesamten Turnier ohne Satzverlust.

"Die Iraner haben in einer anderen Liga gespielt", anerkannte Kapitän Jürgen Schrapp. Doch auch Bayer könne "mehr als stolz sein. Wir haben ein super Turnier gespielt."

Unzumutbare Unterkunft

Dabei stand gleich nach der Ankunft in der Hafenstadt die sofortige Rückreise zur Diskussion.

Die Leverkusener Delegation bewertete die vorgesehenen Unterkünfte als unzumutbar. Erst nach langen Diskussionen mit dem Veranstalter und dem Weltverband WOVD fand sich ein alternatives Quartier, in dem auch die Teams aus den Niederlanden und aus dem Iran untergebracht waren.

Doch von dem Chaos ließen sich Schrapp und Co. nicht beirren und gewannen ihre Gruppe souverän.

Noch kein Nachfolger für Blechschmidt

Im Viertelfinale setzte sich Leverkusen mit 3:0 gegen den amerikanischen Vertreter, im Halbfinale trotz Satzrückstands mit 3:1 gegen die Gastgeber, die danach das Spiel um Platz 3 gegen einen kasachischen Klub gewannen, durch.

Im Finale aber diktierte das Team aus dem Land des Paralympics-Siegers das Geschehen. Was Interimstrainer Sven Ritter auch probierte, es verhinderte die 12:25, 14:25, 17:25-Niederlage nicht.

Frauen-Bundestrainer Ritter war eingesprungen, da trotz intensiver Suche noch kein Nachfolger von Cheftrainer Martin Blechschmidt benannt ist.

Blick geht gen London

Bayers Erfolg in Port Said könnte auch für die Nationalmannschaft auf dem Weg zu den Paralympics in London die Initialzündung gewesen sein. Schließlich stehen sieben Leverkusener im Team von Bundestrainer Jouke de Haan.

Seit diesem Jahr nicht mehr im deutschen Kader sind dagegen die Bayer-Akteure Robert Grylak und Siegmund Soicke, die 1992 beim letzten paralympischen Medaillengewinn der deutschen Sitzvolleyballer dabei waren.

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