vergrößernverkleinern
Lahn-Dills Dirk Köhler schließt gegen Rostislav Pohlmann (l.) und Marcin Balcerowski ab © Jörg Theimer

Den Rollstuhl-Basketballern des RSV gelingt die Revanche gegen Zwickau. In Rom könnte es zu einem noch größeren Duell kommen.

Von Michael Spandern

München - Die Revanche ist geglückt, die Meistertrophäe wieder in Mittelhessen.

Die Rollstuhlbasketballer des RSV Lahn-Dill holten durch das 65:65 (35:34) gegen die RSC Rollis Zwickau in der heimischen Rittal-Arena in Wetzlar ihren siebten Titel.

Nachdem der Vorjahres-Vize das erste Finalspiel in Sachsen 87:71 gewonnen hatten, genügte Lahn-Dill das ungewöhnliche Remis im Rückspiel vor 2.500 Zuschauern.

Erfolgsgarant für die Mittelhessen war der zweifache Paralympics-Sieger Richard Peter, der mit 18 Punkten, elf Rebounds und sage und schreibe elf Assists ein Triple-Double verbuchte.

30 Punkte von Filipski

Bereits im Hinspiel hatte der kanadische Nationalspieler 21 Punkte erzielt, doch da gehörte die Show Spielmacher Michael Paye, der vier Dreier traf und auf 31 Zähler kam.

Paye war diesmal mit zwölf Punkten nur viertbester RSV-Scorer hinter, Peter, Dirk Köhler (17) und Joey Johnson (16).

Die Zwickauer, die im Vorjahr durch einen Sieg in Wetzlar Meister wurden, hatten in Mateusz Filipski ihren herausragenden Mann. Der 22-jährige Pole, dessen Stern vor drei Jahren bei der EM in Wetzlar aufging, schenkte den Gastgebern 30 Punkte ein.

Johnson und Luszynski müssen raus

Der RSC bog seinen 2:10-Fehlstart um und ging am Ende des ersten Viertels durch einen Dreier von ihres Tschechen Rostislav Pohlmann erstmals in Front.

Und auch wenn die Hessen sich nochmals auf 33:24 (18.) absetzten, ganz abschütteln ließen sich die Zwickauer aber nicht.

Im Schlussviertel wurde es noch einmal hektisch, als zunächst RSV-Kapitän Johnson und wenig später der Zwickauer Piotr Luszynski mit fünf Fouls vom Feld mussten. Aber der Gesamterfolg von Lahn-Dill geriet nicht mehr in Gefahr.

Wiedersehen in der Champions League

Doch die Saison ist für das Team von Trainer Nicolai Zeltinger, das sich im März bereits zum siebten Mal den deutschen Pokalsieg sicherte, noch nicht beendet.

Bei der Champions-League-Endrunde vom 30. April bis 2. Mai in Rom greift der RSV nach dem Triple. Für das Final-Turnier der Königsklasse haben sich außerdem Fundosa Madrid, CD Andalucia, Lottomatica Rom, die Milton Keynes Aces - und die Zwickauer qualifiziert.

Hinzu kommen Gastgeber Santa Lucia Sport Rom und Titelverteidiger Galatasaray Istanbul.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel