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Andrea Woodson-Smith (M.) setzt sich gegen vier deutsche Spielerinnen durch © imago

Die deutschen Damen sind bei der Rollstuhlbasketball-WM im Finale gegen die USA nur wenige Sekunden an Gold vorbeigeschrammt.

Von Hardy Heuer

München - So nah dran, und dann doch gescheitert:

Nur 25 Sekunden trennte die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft vom WM-Titel - am Ende konnte sich das Team von Holger Glinicki und Corinna Robitschko den Traum vom Titel nicht erfüllen und musste sich im Finale den USA mit 53:55 geschlagen geben.

Rebecca Murray verhinderte mit ihrem Treffer kurz vor Schluss den deutschen Erfolg.

Die deutsche Mannschaft begann stark und ließ die USA nicht ins Spiel kommen. Die US-Girls hatten große Probleme mit ihrem Spielaufbau.

USA mit besserem Endspurt

Je länger die Partie jedoch dauerte, desto besser kamen die Nordamerikanerinnen ins Spiel.

Die USA hatte im britischen Birmingham vor allem den besseren Endspurt.

Andrea Woodson-Smith besorgte in der Endphase des letzten Viertels die Führung zum 52:50, ehe Gesche Schünemann mit einem Drei-Punkte-Wurf 2:13 Minuten vor der Schlusssirene die Führung für Deutschland zurückerobern konnte.

Am Ende reichte es jedoch nicht. Nach Murrays Schlusspunkt holte sich das Team von David Kiley die Goldmedaille.

Erneut nur Silber

Deutschland hatte zwar drei Sekunden vor Spielende noch einmal die Chance zum Ausgleich, schaffte es aber nicht, im Getümmel unter dem Korb den Ball zu versenken.

Damit bleibt den Deutschen, wie bereits vor 20 Jahren im französischen St.Etienne, nur Silber. Bronze ging an Kanada, das Australien mit 59:49 besiegte.

Bei Deutschland ragte neben Schünemann (zehn Rebounds, sieben Assists) Centerin Marina Mohnen heraus. Mohnen konnte acht Rebounds und sieben Assists für sich verbuchen.

Australien schlägt Frankreich

Auch bei den Herren scheiterte ein europäisches Team. Die Franzosen, die bis dahin ein klasse Turnier gespielt hatten, unterlagen im Endspiel dem Paralympics-Sieger Australien mit 69:79.

Die Bronzemedaille ging an die USA, die im Spiel um Platz drei gegen Italien mit 72:41 klar die Oberhand behielt.

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