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Heinrich Popow holte bei den Paralympics 2008 in Peking Silber über die 100m-Distanz. © imago

Der Leverkusener sichert sich am fünften WM-Tag den zweiten Titel. Sprint-Superstar Pistorius erlebt eine böse Überraschung.

Christchurch - Zweites Gold für den Leverkusener Heinrich Popow und erste 100-m-Niederlage bei einem Großereignis für Südafrikas "Blade Runner" Oscar Pistorius seit den Paralympics 2004 in Athen:

Auch am fünften Tag der Behinderten-WM im neuseeländischen Christchurch hat es internationale Highlights und erneut fünf deutsche Medaillen gegeben.

Heinrich Popow, wie Siebenkampf-Vizeweltmeisterin Jennifer Oeser Schützling von Trainer Karl-Heinz Düe, setzte damit seine Erfolgsserie fort.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Erneuter WM-Rekord für Popow

In der Klasse T42 triumphierte der einseitig oberschenkelamputierte Leverkusener über 100 m in 12,56 Sekunden erneut mit WM-Rekord und ließ den Franzosen Clavel Kayitare und Atuschi Yamamoto (Japan) durch.

Zum Auftakt hatte Popow im Weitprung mit 6,23 m den Kaiserslauterner Wojtek Czyz (6,14 m) geschlagen, 2006 in Athen als dreifacher Sieger Star der Paralympics.

Silber gewannen Katrin Green (Leverkusen) in 13,56 Sekunden über 100 m (T44) und die Erfurterin Maria Seifert (T37) in 14,24. Die in den USA lebende Green hatte zuvor bereits über die 200m-Distanz den zweiten Platz belegt.

Deutschland mit 18 Medaillen

Kugelstoßer Ulrich Iser (ABSV Halle) und Diskuswerfer Ali Ghardooni rundeten mit ihren Bronzemedaillen das starke Ergebnis des Deutschen Behindertensportverband ab.

In der Medaillenwertung liegt Deutschland mit sechs Gold-, sechs Silber-, und sechs Bronzemedaillen derzeit auf Platz sieben.

Pistorius und Singleton zeitgleich

Pistorius unterlag bei Zeitgleichheit von 11,34 Sekunden seinem amerikanischen Rivalen Jerome Singleton, der sich angesichts des schwindenden Vorsprungs ins Ziel warf.

Bei den Paralympics 2008 in Peking hatte Pistorius das Duell noch mit 0,03 Sekunden Vorsprung gewonnen. "Er war heute einfach der Bessere", sagte Pistorius fair.

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