Hannelore Brenner hat bei der Reit-WM in Lexington in der Para-Dressur ihre zweite Goldmedaille gewonnen und der deutschen Reit-Mannschaft insgesamt das vierte Gold beschert.

Die 47-Jährige aus Wachenheim in Rheinland-Pfalz setzte sich in der Dressur für Sportler mit Behinderungen mit ihrem Pferd Women of the World durch, nachdem sie bereits die Pflicht gewonnen hatte.

Doppel-Olympiasiegerin Brenner holte 79,200 Punkte und verwies Annika Lykke Dalskow (Dänemark/75,400) mit Preussen Wind und Sharon Jarvis aus Australien (74,700) auf die Plätze zwei und drei.

"Ich bin super zufrieden. Es hat von Anfang an alles gepasst", sagte Brenner: "Ich reite mittlerweile besser Dressur als vor meinem Unfall."

Sei einem Reitunfall vor 24 Jahren ist Brenner teilweise gelähmt und kann ihre Beine nur eingeschränkt bewegen.

Sie startet in der Klasse Grade 3. Die unterschiedlichen Behinderungen werden im Para-Equestrian mit der Einteilung in Grades vorgenommen.

"Für uns ist es ein riesiger Erfolg, hier in Lexington dabei zu sein", sagte Brenner, die mit anderen deutschen Reitern seit vielen Jahren um die Aufnahme der Para-Dressur in das Programm der Weltreiterspiele gekämpft hat.

In Kentucky sind die Para-Reiter erstmals dabei und bilden neben Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Distanzreiten, Viererzugfahren, Voltigieren und Westernreiten eine eigene Disziplin.

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