Die Blindenfußball-Bundesliga geht unter dem Motto "Mit Fußball in die Mitte der Gesellschaft" neue Wege im Behindertensport. Ein Teil einer europaweit einzigartigen Spielserie für blinde und sehbehinderte Menschen unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff wird erstmals auf zentralen öffentlichen Plätzen ausgetragen.

Der Auftakt erfolgt am kommenden Samstag vor dem Barockschloss in Mannheim, der Heimatstadt des legendären Bundestrainers Sepp Herberger.

2011 werden zwei, in den Jahren 2012 und 2013 je vier Spieltage in Innenstadt-Lagen durchgeführt. Dafür steht ein Budget von rund 500.000 Euro bereit.

Karl Rothmund, DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik und Vorsitzender der Sepp-Herberger-Stiftung: "Mit der Neuausrichtung der Blindenfußball-Bundesliga wollen wir einer breiten Öffentlichkeit zeigen, zu welch herausragenden Leistungen behinderte Menschen in der Lage sind."

Neben der Auftaktveranstaltung in Mannheim, zu der auch DFB-Präsident Theo Zwanziger und Horst Eckel, Weltmeister von 1954, erwartet werden, wird das Saisonfinale am 2. Juli "mitten in der Stadt" ausgetragen: Vor dem Neuen Rathaus in Hannover wird der Nachfolger des MTV Stuttgart als Deutscher Meister ermittelt.

Gespielt wird auf einem 40x20 m großen Kunstrasenspielfeld. Im Ball sind Rasseln eingenäht, so dass die vier blinden und sehbehinderten Feldspieler ihn akustisch wahrnehmen können. Der Torwart ist sehend.

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