Behindertensportlerin Verena Bentele, die selbst erst vor wenigen Wochen ihre Karriere beendet hatte, hat vollstes Verständnis für die Rücktritts-Ankündigung der Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner.
"Ich kann das absolut nachvollziehen. Mit der WM im eigenen Land aufzuhören, ist doch ein Knaller-Abgang. Sie hat die Entscheidung freiwillig und bewusst und ohne Druck von außen getroffen und sie war jederzeit Herr der Lage", sagte Verena Bentele.
"Sie hatte sehr viel Trubel, und sie hat nahezu alles erreicht. Nun möchte sie eben was anderes tun. Als Sportler hat man eben auch andere Fähigkeiten und andere Interessen. Das ist eine schlüssige und legitime Entscheidung", so Bentele, die als "Neuner des Behindertensports" galt.
Die von Geburt an blinde Sportlerin, die im Biathlon und Langlauf allein bei den Paralympics von Vancouver 2010 fünf Goldmedaillen gewonnen hat, hatte kürzlich im Alter von 29 Jahren ebenfalls ihre Karriere beendet. Mit dem Spitznamen "Neuner des Behindertensports" habe sie sehr gut leben können, erklärte Bentele, die "Gold-Lena" mehrfach getroffen hat.
"Das war eine tolle Bezeichnung. Lena ist eine tolle Sportlerin und sehr nett", sagte sie: "Außerdem ist es ja lustig, wie viel wir
gemeinsam haben. Wir sind beide diszpliniert, wussten beide immer, was wir wollten - und hatten beide immer wechselhafte Schießergebnisse."

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