Der unter Mordverdacht stehende Paralympics-Gewinner Oscar Pistorius ist von den Veranstaltern eines Jubliäums-Wettkampfes anlässlich der Einjahres-Feierlichkeiten der Olympischen Spiele in London zur unerwünschten Person erklärt worden.

Bei der dreitägigen Leichtathletik-Veranstaltung (26. bis 28. Juli) stehen am Schlusstag die Behindertensportler im Fokus.

"Ich möchte nicht, dass der Wettkampf zu einem Medienzirkus wird", sagte der Chef des britischen Leichtathletik-Verbandes, Ed Warner, der BBC: "Sein Kommen würde jeden anderen Sportler in den Schatten stellen."

Es gehe nicht um Schuld oder Unschuld, sondern wie man mit einer Person umgehe, die in einer schwierigen moralischen Lage stecke.

Der als "Blade Runner" bekannte Sprinter steht unter der Anklage, seine Freundin Reeva Steenkamp am 14. Februar ermordet zu haben.

Der sechsmalige Paralympics-Champion hatte erklärt, er habe sie versehentlich erschossen, weil er sie für einen Einbrecher gehalten habe. Am 25. Februar war Pistorius gegen Zahlung von einer Million Rand (85.000 Euro) freigelassen worden.

Seit Ende März darf der 26-Jährige wieder aus Südafrika ausreisen und im Ausland an Wettkämpfen teilnehmen. Ab dem 4. Juni muss er sich vor Gericht für die Tat verantworten.

Pistorius' Manager Peet van Zyl hatte zuletzt verlauten lassen, er bezweifle, dass sein Schützling trotz der richterlichen Erlaubnis im Ausland an Wettkämpfen teilnehmen und seine Laufkarriere wieder aufnehmen würde.

Unterdessen hat die südafrikanische Polizei bekannt gegeben, eine Woche nach Pistorius' Verhaftung 49 Mobiltelefone von Beamten beschlagnahmt zu haben.

Mit diesen sei der prominente Verdächtige auf dem Weg zwischen Gericht und der Polizeistation fotografiert worden. Die Geräte dienen nun als Beweismittel für interne Disziplinarverfahren.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel